Tages- oder Festgeld bringen wieder mehr Rendite. Allerdings entdecken findige Sparer lukrativere Zins-Offerten: Welches aktuelle Angebot jetzt richtig starke Prozente bringt, wie es sich von Tages- oder Festgeld unterscheidet - und für wen es sich besonders lohnt.

Denn aktuell bietet die Bank HSBC ein besonders attraktives Angebot: Eine neue Aktienanleihe auf die Bayer-Aktie bringt nominell 9,90 Prozent Zinsen pro Jahr, und das für die nächsten zwei Jahre. Doch wie funktioniert das Produkt und wie groß ist das Risiko?

Bärenstarke 9,90 Prozent pro Jahr mit Bayer

Die Aktienanleihe auf Bayer mit WKN HM87N8 bietet Anlegern bis zum Bewertungstag, dem 12. Juli 2028, nominell 9,90 Prozent Zinsen. Clevere Zins-Füchse kassieren damit die Zinsen garantiert. Diese würden nur im äußerst unwahrscheinlichen Fall nicht gezahlt, sollte der Emittent, die internationale Bank HSBC, insolvent gehen. 

Anleger müssen dabei zwei mögliche Szenarien beachten. Steht die Bayer-Aktie am Bewertungstag auf oder über dem Basispreis von 44,61 Euro, so erhalten Anleger neben den bis dahin angelaufenen Stückzinsen auch ihr investiertes Kapital vollständig zurück. 

Allerdings müssen Anleger dies beachten: Notiert der Kurs der Bayer-Aktie am Bewertungstag unter dem Basispreis, so gilt folgendes, wie die HSBC selbst schreibt: "Liegt der maßgebliche Kurs des Basiswerts am Bewertungstag unter dem Basispreis, wird der Basiswert am Rückzahlungstermin in der durch das Bezugsverhältnis ausgedrückten ganzzahligen Anzahl geliefert. Soweit das Bezugsverhältnis Bruchteile enthält, führen diese zusätzlich zu einer Ausgleichszahlung." In diesem Fall erhalten Anleger also die angelaufenen Stückzinsen und Bayer-Aktien ins Depot. Hier sind es ganz konkret 22 Stück, zuzüglich einer Ausgleichszahlung von 0,4165 mal Kurs am Bewertungstag.

Hier geht es direkt zum neuen Produkt von HSBC

Hohe Zinsen, aber kein Tagesgeld oder Festgeld

Die Bayer selbst hat nichts mit der Aktienanleihe zu tun, die Zinsen werden auch nicht vom Pharma- und Agrarchemiekonzern gezahlt. Der Emittent HSBC hat einfach ein Produkt entwickelt, welches sich auf den Basiswert Bayer bezieht.

Die Leverkusener erhielten zuletzt gute Nachrichten von US-Gerichten wegen der zahlreichen Glyphosat-Schadenersatzklagen, die die Belastungen Experten zufolge mildern dürften. Die Aktie stieg deshalb. Nach den positiven Meldungen wäre es jedoch gut möglich, dass die Aufwärtsbewegung an Schwung verliert.

Die Aktienanleihe bietet den Vorteil, dass Anleger auf eine Seitwärtsphase oder auch eine gemäßigte Konsolidierung der DAX-Aktie setzen können. Nach oben hin sind die Gewinne in Höhe der Zinsen von bis zu 9,90 Prozent gedeckelt. Nach unten bilden die Zinsen zugleich einen Puffer, der mögliche Verluste bis zu einer gewissen Höhe abfedert. Allerdings müssen Anleger, wenn sie auf die Aktienanleihe setzen, auf die Dividende verzichten. Bei diesen Zinsen kann man das aber durchaus verschmerzen.

Diese Aktienanleihe eignet sich somit für Anleger, die eher von einem Seitwärtstrend der Bayer-Aktie ausgehen. Und für diejenigen, die sehr hohe Zinsen kassieren wollen und dafür etwas mehr Risiko als beim Tagesgeld und Festgeld einzugehen bereit sind.

Wer es sehr sicher haben will, der findet im BÖRSE ONLINE Tagesgeld-Vergleich oder im BÖRSE ONLINE Festgeld-Vergleich stets die besten Zinsangebote.

Und noch eine wichtige Info für Anleger

Bei den dargestellten Wertpapieren handelt es sich um Inhaberschuldverschreibungen. Der Anleger trägt grundsätzlich bei Kursverlusten des Basiswertes sowie bei Insolvenz der Emittentin ein erhebliches Kapitalverlustrisiko bis hin zum Totalverlust. Eine ausführliche Darstellung möglicher Risiken sowie Einzelheiten zu den Produktkonditionen sind den Angebotsunterlagen (den endgültigen Bedingungen, dem relevanten Basisprospekt einschließlich etwaiger Nachträge dazu sowie dem Registrierungsdokument (“Prospekt”)) zu entnehmen. Bei den Wertpapieren handelt es sich um Produkte, die nicht einfach sind und schwer zu verstehen sein können.

Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Bayer.