Smartbroker+ Erfahrungen
So gut schlägt sich der Neobroker im Redaktionstest
Das hat uns überzeugt
- Kostenlose Depotführung, keine Inaktivitätsgebühr
- Order ab 0 € über gettex (ab 500 € Volumen)
- Sehr breites Anlageuniversum inkl. Fonds, Anleihen & Krypto
- Fremdwährungskonten und Unterdepots – unter Neobrokern selten
Das gefällt uns weniger
- Wertpapiersuche nur über WKN/ISIN, keine Screener-Funktion
- Depotverlauf nur numerisch, keine grafische Auswertung
- Kein Optionshandel, kein Rückrufservice
Smartbroker+ ist in unserem großen Depot-Vergleich der zweitbeste von 27 Anbietern. Mit einer Gesamtwertung von 95 Prozent landet der Broker nur hauchdünn hinter dem Testsieger Traders Place.
Das Besondere: Smartbroker+ kombiniert Discount-Konditionen mit dem Angebot einer klassischen Direktbank. Wer Aktien, ETFs, Fonds, Anleihen, Derivate und Kryptowährungen aus einem einzigen Depot heraus handeln will, findet hier eines der breitesten Angebote am Markt.
Das Wichtigste in Kürze
- Kostenlose Depotführung, keine Inaktivitätsgebühr
- Orderkosten ab 0 Euro über den Handelsplatz gettex (ab 500 Euro Ordervolumen)
- Über 10.800 Sparpläne ab 1 Euro, kostenlos ausführbar
- 30 Handelsplätze inklusive ausländischer Börsen
- Fremdwährungskonten, Unterdepots und ein verzinstes Cash-Konto – unter Neobrokern eine Seltenheit
- Schwächen bei Komfort und Analyse: Wertpapiersuche sowie Trading- und Analyse-Tools fehlen oder sind nur eingeschränkt verfügbar
Wie genau sich die Bewertungen der Depotanbieter zusammensetzen, lesen Sie in unserem gemeinsam mit €uro-Finanzwissen entwickelten Depot-Testverfahren.
Wer steckt hinter Smartbroker+?
Betrieben wird der Broker von der Smartbroker Holding AG mit Sitz in Berlin. Das Unternehmen firmierte früher als wallstreet:online und gehört mit seinen Börsenportalen zu den reichweitenstärksten Finanzanbietern im deutschsprachigen Raum.
Wichtig zur Einordnung: 2023 hat das Unternehmen die Plattform komplett neu aufgesetzt und die Depotführung auf die Baader Bank verlagert. Seitdem läuft alles über eine eigene Infrastruktur, mit neuer App und neuem Web-Interface.
Konditionen & Gebühren im Test
Hier spielt Smartbroker+ seine größte Stärke aus: Die 100-Prozent-Wertung bei den Gebühren kommt nicht von ungefähr. Fangen wir mit den harten Fakten an:
- Depotführung: dauerhaft kostenlos, unabhängig von Depotvolumen oder Handelsaktivität
- Inaktivitätsgebühr: gibt es nicht
- Ein- und Auszahlungen: kostenlos, per Überweisung oder Lastschrift
- Sparplanausführung: kostenlos
Bei den Orderkosten sollten Sie genauer hinschauen. Hier variieren die Ordergebühren je nach Handelsplatz: Über den Handelsplatz gettex handeln Sie ab einem Ordervolumen von 500 Euro kostenlos. Unterhalb dieser Grenze beträgt die Ordergebühr 1 Euro. Handeln Sie über Tradegate, L&S Exchange oder Baader Trading, fällt ein Orderentgelt von 4 Euro an. Beim Handel über Xetra und Regionalbörsen kommen börsenplatzabhängige Entgelte hinzu.
Die vollständige Kostenaufstellung finden Sie im Preis- und Leistungsverzeichnis von Smartbroker Plus.
Kurzum: Bei den laufenden Kosten macht Smartbroker+ praktisch alles richtig. Der einzige Punkt, an dem Sie mitdenken müssen, ist das Orderkosten-Modell – hier lohnt der Blick auf Handelsplatz und Ordergröße.
Anlageuniversum im Test: ein Depot für alle Anlageklassen
Das ist die Kategorie, in der Smartbroker+ Akzente setzt und dafür die volle Wertung erhält. Statt Sie auf Aktien und ETFs zu beschränken, öffnet der Broker praktisch das gesamte Repertoire an Assets:
- rund 40.000 Aktien aus dem In- und Ausland
- etwa 2.500 ETFs
- rund 18.000 Fonds
- etwa 40.000 Anleihen
- über 4,6 Millionen Derivate
- Kryptowährungen, physisch handelbar
Entscheidend für erfahrene Anleger ist aber ein anderer Punkt: die Handelsplätze. Smartbroker+ bietet Ihnen Zugang zu 30 Handelsplätzen, national wie international. Wer US-Werte direkt an der Nasdaq oder NYSE handeln möchte, ist hier klar besser aufgestellt als bei einem typischen Neobroker. Achten Sie beim Handel an internationalen Börsen auf die gesonderten Konditionen.
Die Einschränkung: Das Krypto-Angebot ist mit rund 40 Coins solide, aber kein Ersatz für eine spezialisierte Krypto-Börse. Mehr dazu lesen Sie in unserem großen Krypto-Börsen-Vergleich.
Smartbroker+ Sparpläne im Test: über 10.800 ab 1 Euro
Auch bei den Sparplänen steht Smartbroker+ mit 98 Prozent weit vorne. Die Auswahl spricht für sich:
- über 7.500 Aktiensparpläne
- etwa 2.400 ETF-Sparpläne
- rund 800 Fonds-Sparpläne
- dazu Krypto-Sparpläne
- Gold-Sparpläne (ETCs)
Macht über 10.800 sparplanfähige Wertpapiere, die Sie kostenlos ab 1 € Rate regelmäßig besparen können.
Praktisch ist zudem die Flexibilität bei der Ausführung. Hier punktet Smartbroker+ mit vier Sparplan-Intervallen: wöchentlich, zweiwöchentlich, monatlich oder quartalsweise. Außerdem können Sie Ihren Sparplan an sechs verschiedenen Terminen im Monat ausführen lassen. Ein weiterer Vorteil ist die Dynamisierung, die Ihre Sparrate automatisch Jahr für Jahr erhöht.
Warum dann nicht die volle Wertung? Einen automatischen Entnahmeplan bietet Smartbroker+ nicht. Wer in der Entnahmephase regelmäßig Anteile verkaufen und sich auszahlen lassen will, muss das manuell erfassen. Für die Auszahlphase ist das ein Nachteil, der zum Punktabzug im Test führt.
Trotzdem bietet Smartbroker+ unserer Erfahrung nach eines der besten Sparplan-Depots am Markt.
Funktionen im Praxistest: Plattform, App und die Extras
Bei den Funktionen zeigt sich ein gemischtes Bild. Einerseits bietet Smartbroker+ eine große Bandbreite an ausgezeichneten Features, andererseits weisen essentielle Funktionen des Brokers nicht vernachlässigbare Schwächen auf. 83 Prozent in dieser Testkategorie sind solide, aber kein Spitzenwert.
Zunächst die positiven Aspekte: Web-Plattform und App sind modern und aufgeräumt.
Mit Watchlist, Charts, Finanz-, Bewertungs- und Dividendenkennzahlen bietet der Smartbroker Plus die Basis für fundierte Entscheidungen.
Woran es hakt:
- Depot- und Performanceverlauf werden nur numerisch dargestellt, eine grafische Kursentwicklung Ihres Portfolios fehlt.
- Die ETF-Daten bleiben oberflächlich.
- Die Wertpapiersuche greift nur über WKN oder ISIN, eine Detailsuche ist nicht vorhanden.
Vor allem eine Screener-Funktion ist für aktive und erfahrene Anleger ein wichtiges Tool.
Was Smartbroker+ von den meisten Neobrokern abhebt, sind die Extras:
- Fremdwährungskonten: Bis zu sieben verschiedene Währungskonten einrichten und Fremdwährungen strategisch einsetzen
- Unterkonten: verschiedene Strategien oder Sparziele sauber trennen
- Lombardkredit: zusätzliches Kapital mit einem Wertpapierkredit
Darüber hinaus bietet Smartbroker+ Ihnen ein Tagesgeldkonto mit einer variablen Verzinsung von derzeit 2 % p.a. bis zu einem Guthaben von 100.000 Euro. Der Zinssatz orientiert sich am EZB-Einlagensatz und liegt stets 0,25 %-Punkte darunter.
Andere Neobroker wie Trade Republic oder Scalable Capital haben hier die Nase leicht vorn und bieten bessere Zinskonditionen. Wenn Sie Ihren Cash-Bestand kurzfristig parken möchten, empfehlen wir Ihnen unseren Tagesgeld-Vergleich. Hier finden Sie immer die aktuell besten Zinsen am Markt.
Unterm Strich: Beim Analyse-Komfort ist noch Luft, beim Funktionsumfang hebt sich Smartbroker+ von der Konkurrenz ab.
Service-Erfahrungen: Support und Zahlungsmethoden
In der Testkategorie Service erzielt Smartbroker+ mit 83 % eine gute Bewertung. Erreichbar ist der Support über FAQ, Telefon, Chat und E-Mail. Telefonisch erreichen Sie den Kundensupport von Montag bis Freitag zwischen 9 Uhr und 17 Uhr.
Leider fehlt ein Rückrufservice. Das ist kein Beinbruch, aber unser Testsieger Traders Place geht hier die Extrameile, um lange Wartezeiten für Kunden zu vermeiden.
Ein Wort zum Relaunch von Smartbroker Plus: Nach dem Plattformwechsel 2023 gab es beim Support und bei Depotüberträgen deutliche Kritik. Bestandskunden mussten sich aufgrund des hohen Andrangs und der erneuten Legitimation in Geduld üben. Ein Teil davon prägt bis heute ältere Nutzerbewertungen. Auch die Smartbroker+ Nutzererfahrungen auf Finanzwissen.de zeigen ein gemischtes Bild.
Einordnen sollten Sie das aber vor dem Hintergrund, dass negative Nutzererfahrungen häufiger und ausführlicher geteilt werden als positive. Nach mehreren Jahren Regelbetrieb und einer positiven Gesamtentwicklung hat Smartbroker+ auch zahlreiche positive Reaktionen hervorgebracht.
Bei den Zahlungsmethoden setzt Smartbroker+ auf die Klassiker: Überweisung und Lastschrift. Eine Kreditkarten-Einzahlung gibt es nicht, dafür auch keine Mindesteinzahlung. Sie starten mit jedem beliebigen Betrag.
Alles in allem deckt der Service das Wesentliche ab, ohne zu glänzen. Für erfahrene Selbstentscheider hat ein umfassender Kundenservice jedoch nicht die oberste Priorität.
Handel im Praxistest: Orderarten und Handelsplätze
Bei den Ordermöglichkeiten lässt Smartbroker+ kaum Wünsche offen. Von der Market- über die Limit- bis zur Stop-Order ist alles dabei, inklusive Stop-Limit, Stop-Loss und dynamischem Stop-Loss zur Absicherung. Je nach Handelsplatz sind jedoch nicht alle genannten Ordertypen verfügbar.
Sie handeln börslich wie außerbörslich und an 30 in- und ausländischen Handelsplätzen.
Einziger Wermutstropfen: Sollten Sie auf Optionsstrategien in Ergänzung zu Ihrem Aktienportfolio setzen, werden Sie bei Smartbroker+ leider nicht fündig. Bislang bietet kein Neobroker Zugang zu den klassischen Optionsmärkten.
Die Direktbanken Consorsbank und Comdirect sind geeignete Smartbroker+ Alternativen, wenn Sie das volle Paket wünschen. Ob Covered Call oder Cash Secured Put – mit den beiden Online-Brokern können Sie verschiedene Optionsstrategien umsetzen.
Trotz des kleinen Defizits bietet das Smartbroker+ Depot alle wichtigen Werkzeuge für ein professionelles Handelserlebnis. Mit 95 % erzielt der Broker ein hervorragendes Ergebnis in dieser Testkategorie.
Smartbroker+ Erfahrungen: Vorteile & Nachteile im Überblick
Vorteile Smartbroker Plus
- Kostenlose Depotführung, keine Inaktivitätsgebühr
- Orderkosten ab 0 Euro über gettex (ab 500 Euro Ordervolumen)
- Sehr breites Anlageuniversum: Aktien, ETFs, Fonds, Anleihen, Derivate, Krypto
- 30 Handelsplätze inklusive ausländischer Börsen
- Über 10.800 kostenlose Sparpläne ab 1 Euro
- Fremdwährungskonten, Unterkonten, Lombardkredit und verzinstes Cash-Konto
Nachteile Smartbroker Plus
- Wertpapiersuche nur über WKN oder ISIN, keine Screener-Funktion
- Depot- und Performanceverlauf nur numerisch, keine grafische Auswertung
- ETF-Daten wenig detailliert
- Kein Rückrufservice
- Kein Optionshandel
Fazit: Für wen lohnt sich Smartbroker+?
Mit 95 Prozent und Platz 2 von 27 gehört Smartbroker+ zur absoluten Spitze unseres Depottests – aus unserer Sicht einer der besten Allround-Broker. Das Vollsortiment zum Neobroker-Preis bietet in dieser Form sonst nur unser Testsieger Traders Place.
Ideal ist das Smartbroker+ Depot für erfahrene Selbstentscheider mit aktiver Anlagestrategie, die ihr komplettes Portfolio unter einem Dach bündeln wollen. Die Unterdepots erlauben die Trennung unterschiedlicher Handelsansätze. Mit Fremdwährungskonten gibt es zudem ein eher seltenes Feature.
Warum reicht es nicht für den ersten Platz im Depot-Vergleich? Am Funktionsumfang selbst scheitert es nicht, an grundlegenden Elementen wie einer vollumfänglichen Wertpapiersuche jedoch schon.
Häufige Fragen zu Smartbroker+ (FAQ)
Was kostet Smartbroker+?
Wem gehört Smartbroker+?
Wie sicher sind meine Einlagen bei Smartbroker+?
Wie hoch sind die Zinsen bei Smartbroker+?
Smartbroker+ oder Trade Republic – was ist besser?
Gibt es eine Smartbroker+ App?
Konditionen vor Abschluss beim Anbieter prüfen. Kein Anspruch auf Vollständigkeit. Teils Affiliate-Links. Keine Anlageberatung und keine Steuerberatung. Orderkosten werden aus einer vereinfachten Gebührenformel je Anbieter berechnet und können im Einzelfall abweichen. Daten aus dem BÖRSE-ONLINE-Depot-Vergleich, Stand 07/2026.
SR