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Technische Analyse: Was Anleger wissen müssen

Technische Analyse: Was Anleger wissen müssen
18.05.2017 15:13:00

Die Dow-Theorie gilt als Grundlage der Technischen Analyse. BÖRSE ONLINE präsentiert mithilfe aktueller Chartbeispiele die sechs Kernaussagen der Lehre, die Charles Dow Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte. Von Stefan Mayriedl



Drei Buchstaben genügen - und jeder Börseninteressierte weiß Bescheid: "Dow". Gemeint ist der bekannteste Börsenindex überhaupt, der Zusatz "Jones" ist meist gar nicht mehr nötig. Viel weniger bekannt ist allerdings die "Dow-Theorie" - dabei gilt sie völlig zu Recht als Ursprung der charttechnischen Analyse. Die sechs Kernaussagen sind auf den folgenden Seiten mit aktuellen Chartbeispielen dargestellt.



Doch zuvor ein Blick in die Historie: Das Zentrum der globalen Finanzwelt war bereits im ausgehenden 19. Jahrhundert New York und damit die Wall Street. Pflichtlektüre für Börsianer war damals wie heute das "Wall Street Journal", als dessen Herausgeber der 1851 geborene und 1902 verstorbene Charles Henry Dow fungierte. Das Journal entwickelte sich 1889 aus dem ersten Börsenbrief, den der Journalist und Wirtschaftswissenschaftler ab 1882 zusammen mit Edward D. Jones und Charles M. Bergstresser veröffentlichte.


Um einen Richtwert für die Beurteilung der Aktienkurse und ihrer Schwankungen zu erhalten, entwickelte Dow 1884 den "Dow Jones Railroad Average". Denn damals war die Eisenbahnindustrie hinsichtlich der Bedeutung für die Wirtschaft, was heute die Informationstechnologie ist. Daher umfasste der erste von Dow kreierte Index nur zwei produzierende Gesellschaften, aber neun Eisenbahnunternehmen.

Erst Jahre später entschied er, dass zwei Indizes - einer für die Industrie und einer für die Eisenbahnen (Transportwesen) - die Ökonomie besser wiedergeben würde. Beim "Dow Jones Industrial Average" wurden die Kurse der zwölf wichtigsten Aktien an der New York Stock Exchange addiert und durch zwölf dividiert. Die Erstnotiz lag am 26. Mai 1896 bei 40,94 Punkten. Charles H. Dow wollte mit den Indizes ein Barometer schaffen, das den Markt in seiner Gesamtheit abbildet. Sie sollten quasi das "gesamte Wissen eines Marktes" darstellen.

Von 1899 bis zu seinem Tod veröffentlichte Dow eine 255 Ausgaben umfassende Artikelserie mit dem Versuch, die täglichen Aktienkursänderungen einem langfristigen Trend zuzuordnen. Ein Jahr nach seinem Tod erschien das Buch "The ABC of Stock Speculation" von Samuel A. Nelson, der auch den Begriff der "Dow-Theorie" einführte.

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