Diese fünf KI-Aktien sollten sich Anleger jetzt auf keinen Fall entgehen lassen, sagt ein Experte. Hier bieten sich Chancen abseits der großen Namen wie Nvidia und Co.
Der KI-Boom an der Börse geht unaufhaltsam weiter und ein Ende scheint nicht in Sicht. Allerdings verändern sich die Profiteure und es rücken Werte in den Fokus, die Anleger bisher nicht auf dem Schirm haben.
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5 KI-Aktien für die nächste Phase des KI-Booms
Laut Jörg Held, Head of Portfolio Management bei ETHENEA Independent Investors S.A., sollten Anleger einen Blick auf die folgenden fünf Aktien werfen:
Alibaba: „Chinas Aufholjagd im Bereich KI ist real und Alibaba steht in ihrem Zentrum. Der Konzern betreibt die größte Cloud-Plattform des Landes und investiert massiv in KI-Infrastruktur, während seine Open-Source-Modelle der Qwen-Reihe zu einem Bruchteil der westlichen Trainingskosten mit DeepSeek und Kimi konkurrieren. Die Kombination aus Cloud-Geschäft, Cashflows aus dem E-Commerce und einem von Peking aktiv geförderten heimischen KI-Ökosystem verschafft Alibaba mehrere Wachstumshebel – und das bei einer Bewertung, die im Vergleich zu US-Wettbewerbern nach wie vor moderat ausfällt. Alibaba zählt damit zu den direktesten und liquidesten Möglichkeiten, an Chinas KI-Ambitionen zu partizipieren.“
Merck & Co.: „Künstliche Intelligenz verändert zunehmend die Pharmabranche – von der Wirkstoffforschung über die Gestaltung klinischer Studien bis hin zur Produktion. Merck zählt zu den Large Caps, die KI besonders konsequent einsetzen, um die Forschung zu beschleunigen und die Fertigung effizienter zu gestalten. Keytruda, das umsatzstarke Krebsmedikament des Unternehmens, sorgt weiterhin für kräftige Cashflows. Da der Patentschutz jedoch 2028 ausläuft, kommt es entscheidend auf die Pipeline an. Die KI-gestützten Effizienzsteigerungen können hier einen echten Hebel für die Rendite der Forschungsausgaben darstellen. Die Aktie ist moderat bewertet und bietet eine solide Dividendenrendite. Insgesamt ein qualitativ hochwertiger Wachstumswert, dessen KI-bedingtes Produktivitätspotenzial vom Markt noch nicht eingepreist ist.“
MP Materials: „Seltene Erden sind der Engpass der Energie- und Verteidigungswende, und China kontrolliert rund 90 Prozent der weltweiten Raffinationskapazitäten. Von militärischem Gerät über Elektromotoren bis hin zu Windturbinen und Elektronik – ohne sie läuft nichts. Die G7 haben vereinbart, dass bis 2030 kein einzelner Lieferant mehr als 60 Prozent ihrer Importe an Seltenen Erden und Magneten stellen soll. MP Materials, das die einzige integrierte Mine und Raffinerie für Seltene Erden in den USA betreibt, ist der Hauptprofiteur dieser Entwicklung. Die Unterstützung durch die US-Regierung sowie bestehende Abnahmeverträge sorgen für Planungssicherheit. Europa steht vor derselben Abhängigkeit. Ein strategischer Vermögenswert mit Rückenwind auf beiden Seiten des Atlantiks.“
Deutsche Bank: „Aus der Turnaround-Story ist eine Delivery-Story geworden. Die Bank weist inzwischen kontinuierlich steigende Profitabilität, eine disziplinierte Kostenkontrolle sowie wachsende Ausschüttungen an die Aktionäre durch Dividenden und Aktienrückkäufe aus. Stabile europäische Zinsen stützen den Zinsüberschuss, während Corporate Bank und Asset Management für zusätzliche Widerstandsfähigkeit sorgen. Deutschlands fiskalische Offensive in Infrastruktur und Verteidigung dürfte die Kreditnachfrage beleben. Die Aktie notiert weiterhin deutlich unter Buchwert, was Spielraum für ein Re-Rating lässt, sobald die Renditen nachhaltig über den Kapitalkosten liegen – zu einem Zeitpunkt, an dem die M&A- und Emissionspipeline in der Europäischen Union gut gefüllt ist.“
Nebius: „Europa braucht eine eigene KI-Infrastruktur und Nebius ist eine der wenigen börsennotierten Möglichkeiten, daran zu partizipieren. Der europäische Neocloud-Anbieter stellt Unternehmen, die KI-Modelle trainieren und betreiben wollen, GPU-Kapazitäten zur Verfügung. Die Nachfrage nach Rechenleistung übersteigt weiterhin das Angebot und langfristige Verträge mit Großkunden sorgen für Umsatzsicherheit. Die europäische Präsenz verschafft dem Unternehmen einen zusätzlichen Vorteil, da Regierungen und Unternehmen verstärkt auf KI-Souveränität und Datensicherheit setzen – ein Trend, der durch den EU Chips Act 2.0 zusätzlich gestützt wird. Sollte es Nebius gelingen, seine Kapazitäten bei hoher Auslastung zu skalieren, könnte der operative Hebel erhebliches Aufwärtspotenzial freisetzen.“
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Bei den Aktien könnten sich also spannende Aufwertungschancen durch den Ausbau von Rechenzentren bieten. Doch wer jetzt wirklich auf die besten Aktien im KI-Sektor setzen möchte, der sollte einen Blick auf den exklusiven kiq-Report werfen.
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Häufig gestellte Fragen
Welche fünf Aktien bieten Chancen in der nächsten Phase des KI-Booms?
Alibaba, Merck & Co., MP Materials, Deutsche Bank und Nebius stehen im Fokus. Sie profitieren laut Jörg Held von Entwicklungen rund um KI-Infrastruktur, Pharm also Forschung, Seltene Erden, Finanzierung und europäische Rechenkapazitäten.
Warum gilt Alibaba als interessante KI-Aktie?
Alibaba betreibt Chinas größte Cloud-Plattform, investiert in KI-Infrastruktur und entwickelt Open-Source-Modelle der Qwen-Reihe. Das Unternehmen verbindet sein Cloud-Geschäft mit E-Commerce-Cashflows und einem von Peking geförderten KI-Ökosystem.
Welche Chancen bieten Merck & Co., MP Materials, Deutsche Bank und Nebius?
Merck & Co. könnte durch KI-gestützte Effizienzsteigerungen in Forschung und Produktion profitieren, muss wegen des 2028 auslaufenden Patentschutzes für Keytruda aber auf seine Pipeline setzen. MP Materials profitiert von der Bedeutung Seltener Erden und der Unterstützung durch die US-Regierung. Die Deutsche Bank verzeichnet steigende Profitabilität, wachsende Ausschüttungen und mögliche Impulse durch höhere Kreditnachfrage. Nebius stellt Unternehmen GPU-Kapazitäten für das Training und den Betrieb von KI-Modellen bereit, wobei eine hohe Auslastung und der Ausbau der Kapazitäten erhebliches Aufwärtspotenzial ermöglichen könnten.