Zum Wochenstart befindet sich der DAX auf Rekordkurs. Das treibt den deutschen Leitindex an. Außerdem im Fokus: Alibaba, Bitcoin, E.ON, Fielmann, Apple, AstraZeneca, Situational Awareness, Iran und Trump.

Der Dax hat am Montag mit dem Start in den Monat August ein weiteres Rekordhoch erreicht. Der deutsche Leitindex stieg wenige Minuten nach der Eröffnung auf Xetra um etwas mehr als 1 Prozent bis auf 25.909,83 Punkte. Damit rückt nun die runde 26.000-Punkte-Marke in den Blick.

Ausschlaggebend für den Zuwachs sind sinkende Ölpreise nach einem abgesagten Großangriff der USA auf den Iran. Dadurch schwinden Inflations- und Zinssorgen.

Bereits Ende der vergangenen Woche war der Dax bis auf wenige Zähler an sein altes Rekordhoch von 25.900 Punkten von Anfang Juli herangekommen. Überwiegend gute Quartalszahlen von Unternehmen sowie die jüngste Erholung im weltweiten Technologiesektor gaben Auftrieb.

DAX (WKN: 846900)

Nachrichten Deutschland

Jefferies hebt Eon auf 'Buy' - Ziel erhöht auf 22,70 Euro

Das Analysehaus Jefferies hat Eon von "Hold" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 17,40 auf 22,70 Euro angehoben. Am Markt unterschätze man die Möglichkeiten im Zusammenhang mit Investitionen in die Energienetze, schrieb Ahmed Farman in einer am Montag vorliegenden Studie. Die Ausbaupläne in Deutschland und regulatorische Vorgaben für die gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten der Stromerzeuger seien die absehbaren Impulsgeber in den kommenden Monaten.

Fielmann dämpft Erwartungen an Smartglasses

Smartglasses werden das Smartphone nach Einschätzung von Fielmann-Chef Marc Fielmann zumindest in den nächsten Jahren nicht ablösen. Es sei unwahrscheinlich, dass sich das in den nächsten zwei bis drei Jahren ändern werde, sagte der Vorstandsvorsitzende der Hamburger Augenoptiker-Kette in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur.

Fielmann zufolge gehen manche Tech-Enthusiasten davon aus, dass die Smartglasses die Smartphones ersetzen werden. Auch der Facebook-Konzern Meta setze darauf. "Wenn Meta deutlich zweistellige Milliardenbeträge investiert, wettet Meta darauf, das Smartphone abzulösen."

Smartglasses sind nach Beobachtung Fielmanns zwar ein anhaltender Trend. Sie könnten derzeit von der Anwenderzahl aber noch nicht mit anderen sogenannten Wearables wie AirPods und Smartwatches verglichen werden - eher mit einer Spezialkategorie wie der Sportsonnenbrille.

Fielmann verkaufe in rund 200 der ungefähr 1.300 Filialen weltweit Smartglasses, berichtete er. "Wenn die Nachfrage bombastisch wäre, würden wir sie natürlich überall anbieten." Tendenziell gebe es eine höhere Nachfrage in Großstädten und im Ausland - etwa in Spanien und den USA. Auch dort betreibt die Fielmann-Gruppe Niederlassungen.

Smartglasses sehen zunächst aus wie normale Brillen, sie sind aber zusätzlich je nach Modell mit leichten Kameras, Mikrofonen, Lautsprechern und Displays ausgestattet. Träger können mit solchen Brillen die Umgebung aufzeichnen Telefonate führen und Gespräche übersetzen lassen.

Nachrichten International

Alibaba legt nach Qwen3.8-Max zu

Alibaba-Aktien stiegen in Hongkong um rund sieben Prozent, nachdem der Konzern sein neues KI-Modell Qwen3.8-Max vorgestellt hatte. Das Modell basiert auf 2,4 Billionen Parametern und soll bei mehreren Benchmarks unter anderem Moonshots Kimi K3 übertreffen. Alibaba will die Modellgewichte kommende Woche öffentlich zum Download bereitstellen und damit seine Position im chinesischen KI-Wettbewerb stärken.

AstraZeneca und Bristol Myers prüfen Fusion

AstraZeneca und Bristol Myers Squibb haben laut einem Medienbericht erste Gespräche über einen möglichen Zusammenschluss geführt. Eine Fusion könnte einen Pharmakonzern mit einem Börsenwert von annähernd 400 Milliarden US-Dollar schaffen und AstraZenecas Präsenz in den USA stärken. Die Gespräche befinden sich demnach in einem frühen Stadium, und beide Unternehmen haben den Bericht bislang nicht bestätigt.

Hedgefonds verkaufen Tech-Aktien in Rekordtempo

Hedgefonds haben zwischen dem 24. und 28. Juli mehr globale Technologiewerte verkauft als in jedem anderen Drei-Tage-Zeitraum seit Beginn der Aufzeichnungen von Goldman Sachs im Jahr 2016. Die Verkäufe gingen dem erzwungenen Abbau des Aktienportfolios von Situational Awareness voraus, das stark in gehebelte KI-Positionen investiert war. Zu den größeren betroffenen Positionen zählten unter anderem der VanEck Semiconductor ETF, Nebius, Bloom Energy, Sandisk und CoreWeave.

Apple begrenzt Meldungen zu Sicherheitslücken

Apple hat die Zahl gleichzeitig offener Meldungen externer Sicherheitsforscher begrenzt, nachdem KI-generierte Berichte die Prüfprozesse mit zahlreichen fehlerhaften Hinweisen belastet hatten. Die Maßnahme gilt seit Juni, während Apple selbst KI zur Priorisierung eingehender Meldungen einsetzt. Der Fall zeigt, dass künstliche Intelligenz zwar die Entdeckung echter Schwachstellen beschleunigt, Unternehmen aber zugleich vor wachsende Prüf- und Filterprobleme stellt.

Bitcoin fällt unter 63.000 US-Dollar

Bitcoin ist zum Start der ersten Augustwoche auf rund 62.700 US-Dollar gefallen, während Ethereum und XRP jeweils etwa ein Prozent nachgaben. Als wesentlicher Auslöser gilt eine Sicherheitslücke bei Coldcard, durch die laut Galaxy Research bereits 1.367 Bitcoin aus 4.585 Wallet-Adressen gestohlen worden sein sollen. Zusätzlich belastet die unsichere Zukunft des US-Krypto-Gesetzes Clarity Act den Markt, dessen Verabschiedungswahrscheinlichkeit für 2026 auf Polymarket nur noch 29 Prozent beträgt.

Enthält Material von dpa-AFX

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