Der DAX reagiert am Donnerstag positiv auf die Nvidia-Zahlen. Das ist für den deutschen Leitindex außerdem wichtig. Im Fokus stehen die folgenden Themen: Salesforce, CrowdStrike, Bitcoin, China, Musk, Asta Energy, Bilfinger, Nemetschek.

Überzeugende Geschäftszahlen von Unternehmen aus dem US-Technologiesektor stützen am Donnerstag den deutschen Aktienmarkt. Deutlicher Auftrieb war aber nicht zu spüren. Nvidia, Salesforce und Crowdstrike überraschten die Anleger positiv.

Der Dax verbuchte im frühen Handel ein Plus von 0,09 Prozent auf 26.310 Punkte. Damit kam der deutsche Leitindex an sein Vortageshoch nicht heran. Die Handbremse sei noch angezogen, merkte Analyst Andreas Lipkow von CMC Markets an. Die Stimmung nach den Nvidia-Zahlen sei aber gut.

Der MDax mit den mittelgroßen Unternehmen legte am Donnerstagfrüh um 0,34 Prozent auf 32.631 Punkte zu. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 notierte knapp im Plus. In den Fokus rückt nun das Notenbanktreffen in Jackson Hole, dessen Höhepunkt die Rede von Fed-Chef Kevin Warsh am Freitag sein wird.

Die UBS hält an ihrer Überzeugung hinsichtlich des allgemeinen Wachstumstrends im KI-Bereich fest und ist der Ansicht, dass dieser weiterhin ein wesentlicher Treiber für den positiven Marktausblick ist.

Die jüngsten Quartalsbilanzen der US-Chipkonzerne trieben am deutschen Aktienmarkt die Kurse von Halbleiterwerten und Profiteuren des KI-Booms an. Infineon und Aixtron verteuerten sich um 2,4 beziehungsweise 3,8 Prozent. Die Anteile von SAP grenzten ihr anfangs kräftiges Plus auf 0,9 Prozent ein nach schwachem Vortag.

Die UBS stufte die Aktien von Bilfinger auf "Buy" hoch. Darauf reagierten die Titel des Industriedienstleisters mit einem Zuwachs von 3,3 Prozent. Nach dem zweiten Quartal seien die Erwartungen an die Marge gesunken und hätten das Enttäuschungsrisiko für das Gesamtjahr weitgehend eliminiert, hieß es. Der Auftragseingang habe positiv überrascht. Die Analysten sehen einen günstigen Einstiegszeitpunkt.

Für die Anteile des SDax-Neulings Asta Energy ging es nach Halbjahreszahlen und Bestätigung des erst kürzlich angehobenen Ausblicks um rund 3 Prozent hoch. Die starke Nachfrage aus dem Energiesektor sorgt bei dem Kupferspezialisten für Auftrieb.

DAX (WKN: 846900)

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Softwareaktien gefragt wegen Salesforce und Crowdstrike

Aktien aus dem Softwaresektor profitieren am Donnerstag vorbörslich von guten Quartalszahlen großer US-Konzerne. Die SAP-Aktien erholten sich im Tradegate-Handel um zwei Prozent von ihrem Rückschlag vom Vortag, während die Titel von Salesforce und Crowdstrike in den USA außerbörslich um 13,7 und 9,2 Prozent anzogen. In Deutschland legten außerdem die Titel von Nemetschek und Teamviewer zu.

Die beiden US-Konzerne hatten am Vorabend nach US-Börsenschluss Quartalszahlen vorgelegt, die die jüngsten Sorgen der Anleger milderten. Erfolge im KI-Bereich relativierten die Befürchtung eines KI-bedingten Störeffekts, die über lange Zeit im Software-Sektor eingepreist wurden. Beide Unternehmen übertrafen mit ihren Zahlen die Erwartungen, Salesforce mitunter wegen des KI-Tools Agentforce. Händler werteten eine zunehmende "Monetarisierung von KI-Agenten" positiv.

Anders als zuletzt, als die Schere zwischen Chip- und Software-Aktien auseinandergegangen war, bahnen sich im Technologiebereich nun in der Breite Gewinne an. Denn der Chipsektor profitiert am Donnerstag vorbörslich auch davon, dass der KI-Riese Nvidia mit Zahlen und Ausblick überzeugte.

Asta Energy nach Zahlen auf gesunkenem Kursniveau stabilisiert

Nach Halbjahreszahlen und Bestätigung der erst vor wenigen Tagen angehobenen Ergebnisprognose scheinen sich die Aktien des SDax-Neulings Asta Energy Solutions am Donnerstag zu stabilisieren. Auf Tradegate zog der Kurs vorbörslich um 5,5 Prozent an zum Xetra-Schluss.

Die starke Nachfrage aus dem Energiesektor sorgt bei dem Kupferspezialisten deutlich für Auftrieb. Das Unternehmen profitiert erheblich vom weltweiten Netzausbau und Investitionen in erneuerbare Energien. In den ersten sechs Monaten des Jahres sicherte sich Asta Energy mehrere neue Langzeitverträge mit namhaften Unternehmen wie Siemens Energy und Andritz. 2026 steuert das Unternehmen nach eigenen Angaben auf ein Rekordjahr zu.

Dem steilen Kursanstieg bis zum SDax-Aufstieg im Juni mit einem Rekordhoch von über 78 Euro war anschließend eine markante Talfahrt gefolgt. Noch am Vortag hatte der Kurs mit 49,60 Euro den tiefsten Sand seit Ende April markiert.

Okta hebt Umsatzprognose für Geschäftsjahr 2027 an

Okta erwartet für das Geschäftsjahr 2027 ein Umsatzwachstum von 10 bis 11 Prozent und eine Free-Cashflow-Marge von 28 bis 29 Prozent. Neue Produkte machten im zweiten Quartal rund 30 Prozent der Buchungen aus, während die Übernahme von Permiso das Angebot zur Absicherung menschlicher, nichtmenschlicher und agentischer Identitäten erweitert. Okta meldete Dutzende Abschlüsse für KI-Agenten, deren Umsatzbeitrag nach Unternehmensangaben im Geschäftsjahr 2027 jedoch noch nicht wesentlich sein wird.

US-Gericht weist Klage von Elon Musks X gegen New Yorker Gesetz ab

Ein US-Bundesrichter in Manhattan hat die Klage von X gegen ein New Yorker Gesetz zur Offenlegung des Umgangs mit Hassrede, Belästigung und Desinformation abgewiesen. Das Gericht erklärte, der Erste Verfassungszusatz stehe den Transparenzpflichten nicht entgegen. X hatte argumentiert, die Vorschriften des „Stop Hiding Hate Act“ verletzten den Schutz der freien Meinungsäußerung.

Anleger investieren wieder in ETFs auf chinesische Staatsanleihen

ETFs auf chinesische Staatsanleihen verzeichneten in den vergangenen zwölf Monaten deutliche Mittelzuflüsse, darunter 763 Millionen Dollar beim iShares China CNY Bond UCITS ETF. Die Rendite zehnjähriger chinesischer Staatsanleihen fiel auf etwa 1,68 Prozent und liegt damit deutlich unter den zuletzt stark gestiegenen Renditen US-amerikanischer Treasuries. Die Abkopplung vom Zinszyklus der Industrieländer und die Stärke des Renminbi erhöhen aus Sicht von Marktteilnehmern die Attraktivität chinesischer Anleihen zur Portfoliodiversifikation.

Bitcoin fällt trotz Nvidia-Rallye unter 79.000 Dollar

Bitcoin gab am Donnerstag leicht nach und notierte trotz starker Nvidia-Zahlen wieder unter 79.000 Dollar, während die Wochenbilanz weiterhin ein Plus von rund 13 Prozent ausweist. Anleger richten ihre Aufmerksamkeit nun auf das Notenbanker-Symposium in Jackson Hole und insbesondere auf die erwarteten Aussagen zur US-Geldpolitik. Nvidia übertraf mit 96,2 Milliarden Dollar Umsatz im zweiten Quartal die Erwartungen und stellte für das Folgequartal 108 Milliarden Dollar in Aussicht.

Enthält Material von dpa-AFX

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