Fußball bleibt die populärste Sportart der Welt - und die WM ist seine größte Bühne. 2026 steigt das bisher größte Turnier dieser Art. Drei Gastgeberländern, 48 Teams und Milliarden Zuschauern - für die Wirtschaft in den USA, Mexiko und Kanada ein Segen. Einen echten Effekt sollten die Länder jedoch nicht spüren.

Der Grund ist simpel: Die Volkswirtschaften der USA, Kanadas und Mexikos summieren sich auf mehr als 30 Billionen US-Dollar. Im Vergleich dazu wirkt selbst das größte Sportereignis der Welt makroökonomisch eher wie ein Sandkorn im Stadionrasen. Allerdings ist die Fußball WM 2026 hier kein Einzelfall. Anleger sollten Ihr Glück also lieber woanders suchen.

Keine nachhaltige Einkommensquelle

Es handelt sich vielmehr um ein bekanntes Muster bei Großveranstaltungen. Zwar profitieren häufig Freizeit, Gastgewerbe und Bau in der heißen Phase rund um das Turnier. Doch nach dem finalen Abpfiff verpufft der Schub meist schnell wieder. Genau das zeigen auch einige Studien. Die Gewinne sind oft vorübergehend, weil viele Ausgaben nur vorgezogen oder zwischen Städten und Branchen verschoben werden. Dementsprechend gibt es keinen nachhaltigen Effekt solcher Turniere.

Für 2026 rechnet die USA mit rund 1,24 Millionen internationalen Besuchern. Dadurch steigt die Besucheranzahl um 60 Prozent, die ohne das Mega-Turnier nicht in die Vereinigten Staaten geflogen wären. Der Rest hätte die Reise wohl ohnehin angetreten - nur eben zu einem anderen Zeitpunkt. Für Hotels, Restaurants und Flughäfen ist das gut. Für das langfristige Wachstum weniger. Ohne verschärfte Einreisebestimmungen, überteuerte Tickets und horrende Preise bei öffentlichen Verkehrsmitteln wären die Besucherzahlen vermutlich noch deutlich höher ausgefallen, doch auch dann hätte sich der makroökonomische Effekt nur marginal vergrößert.

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Wer auf eine starke Wirtschaft durch die WM hoffte, könnte enttäuscht werden. Anders ist das beim aktuellen KI-Hype. Im "Künstliche Intelligenz"-Index finden Anleger jetzt die passenden Titel zum Mega-Boom.

Aktien statt Fußball

Kurz gesagt: Die WM schafft Emotionen, Bilder und Erinnerungen. Sie füllt Stadien, Hotellobbys und Flughäfen. Was sie in der Regel nicht schafft, ist ein nachhaltiger Impuls für die Gesamtwirtschaft. Auch die Trophäe liefert ein schönes Bild für diese Diskrepanz: Gold glänzt zwar, aber auf lange Sicht haben sich US-Aktien historisch deutlich stärker entwickelt. Wer also nach dem wirtschaftlichen Sieger sucht, sollte womöglich eher auf den Kapitalmarkt als auf den Pokal schauen.

Auch vor der WM gibt es zahlreiche US-Werte, die sich lohnen. Im Aktienreport "Insider haben gekauft! – Diese Aktien stehen vor der Rally" analysiert BÖRSE ONLINE drei Titel, die durch Insiderkäufe jetzt besonders spannend sind. Sicherlich auch ein guter Tipp für alle, die auf einen wirtschaftlichen Aufschwung durch das Turnier hofften.

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FAQ

Warum hat die WM 2026 kaum wirtschaftliche Auswirkungen?

Weil die Gastgeberländer bereits riesige Volkswirtschaften haben und der zusätzliche Schub nur kurzzeitig wirkt.

Wer profitiert wirtschaftlich am meisten von der WM?

Vor allem Hotels, Gastronomie, Freizeitangebote und Teile des Baugewerbes.

Ist ein Großevent wie die WM ein guter Konjunkturtreiber?

Meist nur kurzfristig - langfristig bleiben die Effekte auf das Wachstum oft gering.

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