FRANKFURT (dpa-AFX) - Die HSBC-Aktie hat am Dienstag nach enttäuschend aufgenommenen Quartalszahlen kräftig nachgegeben und ihre jüngste Korrektur fortgesetzt. Sie büßte in London 6,8 Prozent auf 1.273 Pence ein und zählte damit zu den Schlusslichtern im FTSE 100 . Seit dem Rekordhoch von 1.610 Pence im August ging es inzwischen um etwas mehr als ein Fünftel nach unten.

Zwar meldete die britische Großbank einen kräftigen Gewinnanstieg im dritten Jahresviertel und will weiter Aktien zurückkaufen, doch die Zinserträge und das Vermögensverwaltungsgeschäft enttäuschten. Laut RBC-Analyst Benjamin Toms dürfte sich nun der Blick auf die grundlegenden Ertragsentwicklungen im Quartal sowie auf deren Auswirkungen auf das neue Geschäftsjahr 2027 richten.

JPMorgan-Analyst Kian Abouhossein rechnet damit, dass die Konsensschätzungen für das Ergebnis je Aktie in den Jahren 2026 bis 2028 im niedrigen einstelligen Prozentbereich sinken werden.

Trotz der jüngsten Korrektur ist die HSBC-Aktie im bisherigen Jahresverlauf noch etwas mehr als acht Prozent im Plus und entwickelte sich damit in etwa wie der Branchenindex Stoxx Europe 600 Banks . Mit einem Börsenwert von umgerechnet rund 260 Milliarden Euro ist die HSBC die wertvollste Bank außerhalb Chinas und der Vereinigten Staaten./ck/zb

Quelle: dpa-Afx