LONDON (dpa-AFX) - Der Goldpreis hat am Dienstag nachgegeben. An der Börse in London wurde eine Feinunze (etwa 31,1 Gramm) bei 4.034 US-Dollar gehandelt. Das waren 41 Dollar weniger als am Vortag. Der Goldpreis fand zuletzt keine klare Richtung.

Die an den vergangenen Tagen gesunkenen Ölpreise und damit auch etwas gefallenen Inflationsgefahren gaben dem Goldpreis keinen Auftrieb. Die Unsicherheit mit Blick auf den Iran-Krieg bleibt hoch. Eine nachhaltige Öffnung der Straße von Hormus ist weiterhin nicht in Sicht.

Die Finanzmärkte schauen jedoch auf die Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed an diesem Mittwoch. Zwar erwarten Ökonomen hier noch keine Leitzinsanhebung. Hinweise auf eine baldige Zinserhöhung könnten den Goldpreis aber weiter belasten.

So wird an den Finanzmärkten für die Sitzung im September eine Zinserhöhung erwartet. Höhere Zinsen belasten tendenziell den Goldpreis, da Gold keine Zinsen abwirft. Allerdings gehen Volkswirte überwiegen nicht davon aus, dass Notenbankchef Kevin Warsh am Mittwoch klare Signale gegeben wird. Er lehnt grundsätzlich eine vorbestimmte Geldpolitik ab.

Seit Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar ist der Goldpreis deutlich gefallen. Steigende Ölpreise hatten die Erwartung geschürt, dass die Notenbanken ihre Leitzinsen anheben dürften. Mitte Juli war der Goldpreis zuletzt zeitweise unter 4.000 Dollar gefallen, nachdem der Preis im Januar noch ein Rekordhoch bei knapp 5.600 Dollar erreicht hatte./jsl/mis

Quelle: dpa-Afx