LEUVEN (dpa-AFX) - Der Bierbrauer AB Inbev hat im zweiten Quartal von einer gestiegenen Bier-Nachfrage profitiert. Rückenwind kam von der Fußball-Weltmeisterschaft. Insgesamt stieg der Absatz, blieb aber hinter den Erwartungen am Markt zurück. Das Management hielt an seiner Jahresprognose fest. Für die AB-Inbev-Aktien ging es abwärts.

Die Papiere von AB Inbev verloren am Donnerstagmittag 1,7 Prozent auf 72,66 Euro. Seit Jahresbeginn haben sie aber fast ein Drittel an Wert gewonnen.

Aus Sicht von Analyst James Edwardes Jones von der kanadischen Bank RBC sind die Zahlen des Brauereikonzerns gut ausgefallen. Das organische Umsatzwachstum habe über der durchschnittlichen Markterwartung gelegen, was vor allem auf Preissteigerungen zurückzuführen sei. Doch auch das Absatzvolumen habe sich besser entwickelt als erwartet.

Analyst Trevor Stirling vom US-Analysehaus Bernstein schrieb von einem weiteren Quartal mit leichtem Volumenwachstum. Die Erwartungen an das operative Ergebnis (Ebitda) und den Gewinn je Aktie habe der Konzern übertroffen. Der Absatz in den USA sei aber trotz der Fußball-Weltmeisterschaft und höherer Marktanteile schwach ausgefallen. Das Geschäft in Mexiko habe sich indessen solide entwickelt, in Brasilien sei es stark gewesen und in Kolumbien herausragend. Für das zweite Halbjahr erwartet Stirling eine bessere operative Entwicklung.

Der Getränkeabsatz stieg im zweiten Quartal konzernweit auf vergleichbarer Basis um 0,9 Prozent, wie der Hersteller von Marken wie Beck's, Budweiser und Corona am Donnerstag mitteilte. Analysten hatten hier jedoch einen Tick mehr erwartet.

Die Erlöse erhöhten sich um 5,6 Prozent auf rund 16,7 Milliarden US-Dollar (rund 14,6 Mrd Euro), was etwas über den Markterwartungen liegt. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (bereinigtes Ebitda) wuchs um 5,8 Prozent auf 5,9 Milliarden Dollar. Auch hier hatten Branchenexperten etwas weniger auf dem Zettel.

Im laufenden Jahr soll das operative Ergebnis (Ebitda) des Unternehmens nach den Plänen des Managements weiterhin um vier bis acht Prozent zulegen, was im Einklang mit dem mittelfristigen Ziel steht./err/stw/jha/

Quelle: dpa-Afx