Die Aktien von Rheinmetall, Renk und Hensoldt geraten am Donnerstag erneut unter Druck. Das steckt hinter dem aktuellen Schlingerkurs der Papiere und das sagt BÖRSE ONLINE zum weiteren Kursverlauf.
Die Situation bei den europäischen Rüstungsaktien bleibt weiter angespannt. Sowohl die Aktien von Rheinmetall als auch die von Renk und Hensoldt gerieten unter Druck. Hintergrund ist weiterhin die Unsicherheit über die geopolitischen Konflikte und den Aufrüstungskurs der Regierungen.
Immer auf dem Laufenden bleiben: Jetzt BÖRSE ONLINE bei Google bevorzugen
Aktien von Rheinmetall, Renk und Co. sacken ab
Anleger beobachten außerdem die Lage im Ukraine-Krieg, der seit dem russischen Überfall besonders maßgeblich ist für anziehende Investitionen in Rüstung, die die Aktien seit 2022 lange Zeit beflügelt hatten. Aktuell schauen sie nach New York auf die UN-Generalversammlung und nach Washington wegen des Treffens von US-Präsident Donald Trump mit seinem chinesischen Amtskollegen Xi Jinping.
Den USA bereitet nach Angaben von Außenminister Marco Rubio eine mögliche Ausweitung des russischen Kriegs auf weitere Länder Sorgen. Nach seinen Angaben wurde Wladimir Putin deshalb zum G20-Gipfel im Dezember in Miami eingeladen. Laut Rubio sehen die USA darin eine gute Gelegenheit, um den russischen Präsidenten mit anderen Staats- und Regierungschefs ins Gespräch zu bringen. Überlegungen zu einer Waffenruhe hat Russlands Außenminister Sergej Lawrow im UN-Sicherheitsrat aber erneut eine Absage erteilt.
Bei Rüstungswerten ist es auch immer wieder ein Thema, ob klassische Kriegsführung im Zeitalter von Kampfdrohnen überhaupt noch relevant ist. Verteidigungsminister Boris Pistorius hat die Kritik, es werde zu viel Geld in alte Technologie gesteckt, am Vortag zurückgewiesen.
Übrigens: In wesentlich stabilere Aktien können Sie mit dem BÖRSE ONLINE Stabile Werte Index investieren
Wie geht es mit Rüstungsaktien weiter?
Die Situation bei den Rüstungswerten bleibt aktuell also zwiegespalten. Auch die Analysten sind in Teilen von ihrem noch zu Anfang des Jahres hohen Optimismus abgerückt. Jens-Peter Rieck von MWB Research bestätigt kürzlich beispielsweise sein Votum mit "Hold" für Rheinmetall. Hohe Auftragseingänge seien eingepreist, doch nun verlagere sich der Fokus darauf, wie diese abgearbeitet werden. Er sieht sein neutrales Votum von vorsichtigen Erwartungen an 2028 gestützt und erwartet vor dem Kapitalmarkttag im November keine großen Neuigkeiten.
Auch BÖRSE ONLINE bleibt skeptisch, was die Aktien von Rheinmetall angeht. Aktuell raten die Experten weder bei dem DAX-Konzern noch bei Renk oder Hensoldt zum Kauf. Noch ist die Lage zu unsicher und angespannt, um hier ein Investment zu tätigen.
Wesentlich bessere Investmentchancen finden Sie hier.
Enthält Material von dpa-AFX
Häufig gestellte Fragen
Warum stehen die Aktien von Rheinmetall unter Druck?
Europäische Rüstungsaktien stehen wegen der angespannten politischen Lage und der Unsicherheit über zukünftige Aufträge unter Druck.
Was sagt BÖRSE ONLINE zu den Aktien von Rheinmetall?
BÖRSE ONLINE rät bei den Aktien von Rheinmetall nicht zum Kauf.
Was sagen die Analysten zur Aktie von Rheinmetall?
Die Analysten raten im Konsens bei der Aktie zum Kauf und sehen vom aktuellen Niveau 75 Prozent Kurspotenzial.
Hinweis auf Interessenkonflikte:
Der Preis der Finanzinstrumente wird von einem Index als Basiswert abgeleitet. Die Börsenmedien AG hat diesen Index entwickelt und hält die Rechte hieran. Mit dem Emittenten der dargestellten Wertpapiere hat die Börsenmedien AG eine Kooperationsvereinba-rung geschlossen, wonach sie dem Emittenten eine Lizenz zur Verwendung des Index erteilt. Die Börsenmedien AG erhält insoweit von dem Emittenten Vergütungen.