BlackRock setzt auf ESG-EM-Bonds
· Börse Online Redaktion
"So ist es um den Anlegerschutz in Schwellenländern tendenziell schlechter bestellt, Emittenten haben eine schlechtere Zahlungsmoral, Umweltstandards sind eher niedrig, und die Korruption ist ein größeres Problem als in Industrieländern", sagt er. Der ESG-Prozess sorgt beim Schwellenländerindex für eine deutlich andere Gewichtung der Länder. So wird die Gewichtung Chinas mehr als halbiert. Dafür steigen die von Mexiko, Polen, Panama, Ungarn oder auch Indonesien. Die Ländergewichtungen in den Indizes werden auf Grundlage der ESG-Ratings neu gewichtet. Das unterste ESG-Quintil wird aus dem Index ausgeschlossen. Green Bonds werden überproportional stark gewichtet.
Einer Analyse von JP Morgan auf Basis von Backtesting-Daten zufolge hätten die neuen ESG-Indizes in den letzten fünf Jahren die gleichen risikobereinigten Renditen erzielt wie die klassischen Indizes. Und das, obwohl der ESG-Index eine um 20 Basispunkte niedrigere Verzinsung aufwies als der Ursprungsindex. Gleichzeitig hat die ESG-Variante eine etwas geringere Volatilität (6 % gegenüber 6,1 %). Zudem ist das Bonitätsniveau bei den JESG-Indizes höher als bei ihren jeweiligen Basisindizes.
Fazit: Sollten sich ESG-EM-Fonds durchsetzen, dürfte dies positiv sein. Dann müssen "Schurkenstaaten" daran arbeiten, sich besser zu verhalten, sonst bekommen sie Refinanzierungsprobleme.
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