Apple-Chef Tim Cook und Tesla-Chef Elon Musk warnten vor massiv steigenden Kosten für Speicherchips. Für Anleger ist das angesichts der drohenden Inflation ein Warnsignal.
Die Angst vor der Inflation treibt nicht nur US-Verbraucher, sondern auch Anleger um. Vor steigenden Preisen haben zwei der bekanntesten Technologieunternehmer bereits im Juni gewarnt: Tim Cook, langjähriger Apple-Chef, sagte damals dem “Wall Street Journal": „Das ist eine Jahrhundertflut. Ich habe in mehr als 40 Jahren in keinem Bereich jemals etwas Vergleichbares gesehen.“
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Angst vor Inflation in den USA: Cook und Musk warnen vor großem Preissprung
Apple sieht sich mit stark steigenden Kosten für Speicherchips und Speicherlösungen konfrontiert. Hintergrund ist vor allem der Boom der künstlichen Intelligenz: Rechenzentren benötigen enorme Mengen an Speicher. Dadurch steigt die Nachfrage, während Kapazitäten für klassische Elektronik knapper werden.
Cook erklärte dazu: „Leider sind Preiserhöhungen unvermeidlich. Wir tun unser Bestes, um die enormen Preissteigerungen abzufedern, die an uns weitergegeben werden, und wir haben versucht, unsere Kunden vor diesen Erhöhungen zu schützen. Aber die Situation ist untragbar geworden.“
Kurz darauf unterstützte Elon Musk die Einschätzung auf der Plattform X: „Der größte Preissprung bei irgendetwas, den ich je gesehen habe.“
Apple hat daraufhin die Preise für zahlreiche Mac- und iPad-Modelle angehoben. Auch andere Hersteller wie Dell, Hewlett-Packard und Nintendo stehen unter Kostendruck. Damit wird deutlich: Der KI-Boom treibt nicht nur die Nachfrage nach Technologieaktien, sondern verteuert zunehmend auch die Produktionsmittel der Branche.
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Warnung von Cook und Musk: Was das für Anleger bedeutet
Steigende Speicherchippreise erhöhen zunächst die Produktionskosten der Elektronikhersteller. Geben die Unternehmen diese Kosten an ihre Kunden weiter, verteuern sich Computer, Tablets und andere Geräte – die sogenannte Güterinflation steigt.
Breitet sich der Kostendruck zusätzlich über Energie, Transport und weitere Lieferketten aus, kann daraus ein breiterer und länger anhaltender Inflationsdruck entstehen. Das gilt vor allem angesichts der angespannten Lage im Nahen Osten, die die Energiepreise zusätzlich treibt. Für Anleger würde das bedeuten, dass die Notenbanken die Zinsen womöglich länger hoch halten müssen.
Profitieren könnten Speicherchiphersteller, Energieversorger, Netzbetreiber und Anbieter von Rechenzentrumsinfrastruktur. Auch Unternehmen mit niedriger Verschuldung, stabilen Margen und hoher Preissetzungsmacht dürften besser durch eine neue Teuerungsphase kommen.
Für Anleger bedeutet das: Sie sollten nicht nur auf das Wachstum eines Unternehmens schauen, sondern auch auf dessen Kostenstruktur. Wer steigende Preise an seine Kunden weitergeben kann, ist im Vorteil. Unternehmen, die dagegen auf niedrige Komponentenpreise und eine günstige Finanzierung angewiesen sind, könnten stärker unter Druck geraten.
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Häufige Fragen
Warum warnen Tim Cook und Elon Musk vor steigenden Preisen?
Tim Cook und Elon Musk verweisen auf stark steigende Kosten für Speicherchips. Ein wesentlicher Grund dafür ist der Boom künstlicher Intelligenz, der die Nachfrage nach Speicher, Rechenzentren und Energie deutlich erhöht.
Wie kann der KI-Boom die Inflation verstärken?
Wenn Speicherchips, Strom, Transport und weitere Produktionsmittel teurer werden, steigen die Kosten der Unternehmen. Geben diese die höheren Kosten an ihre Kunden weiter, verteuern sich Produkte und Dienstleistungen. Dadurch kann der Inflationsdruck zunehmen.
Was bedeutet die Warnung für Anleger?
Anleger sollten auf Unternehmen mit stabilen Margen, geringer Verschuldung und hoher Preissetzungsmacht achten. Gleichzeitig könnten steigende Inflation und länger hohe Zinsen insbesondere hoch bewertete Wachstumsaktien und Unternehmen mit hohem Finanzierungsbedarf belasten.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Apple.
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