Nvidias Zahlen am 26. August könnten die Märkte bewegen. Doch nach der Rally ist die Latte hoch – und die spannendste Frage lautet: Wie viel Power steckt noch in der Aktie?
Der 26. August wird von vielen Anlegern mit Spannung erwartet. Denn dann legt Nvidia seine Zahlen für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2027 vor, das am 26. Juli endete. Nvidia ist mehr oder weniger zum Sinnbild des Halbleiter- und KI-Booms geworden - die Aktie lieferte 2026 bisher eine starke Rally ab, wenn auch mit kleinen Dellen.
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Warum die Nvidia-Aktie nach Zahlen zuletzt oft kaum noch zündete
Ein Blick auf die vergangenen fünf Quartalsberichte zeigt jedoch laut der Finanzinformationsplattform “Motley Fool”, dass die Zeit der großen Kurssprünge direkt nach den Zahlen vorerst vorbei zu sein scheint. So legte die Aktie nach den Ergebnissen für das erste Quartal 2026 im Mai 2025 zwar um rund 6 Prozent zu. Doch die Veröffentlichung für das zweite Quartal 2026 im August 2025 führte trotz solider Ergebnisse zu einem leichten Rückgang.
Nach dem Bericht zum dritten Quartal 2026 im November desselben Jahres stieg die Aktie zunächst, drehte dann aber und verlor etwa 3 Prozent. Die Zahlen für das vierte Quartal 2026 im Februar 2026 drückten den Kurs um rund 5 Prozent. Und nach dem Bericht zum ersten Quartal des Geschäftsjahres 2027 im Mai gab die Aktie erneut nach.
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Mit anderen Worten: Nvidia gelingt zwar weiterhin regelmäßig ein operatives Ausrufezeichen. Doch der Markt reagiert inzwischen deutlich nüchterner als in der Anfangsphase des KI-Booms. Die Erwartungen sind laut “Motley Fool” einfach zu hoch. Ein erneuter Kurssprung wäre daher nur dann zu erwarten, wenn Nvidia nicht nur überzeugende Zahlen präsentiert, sondern sprichwörtlich noch mehr als das aus dem Hut zaubert.
Trotzdem bleibt die Aktie interessant. In den vergangenen zwölf Monaten legte Nvidia um rund 23 Prozent zu und entwickelte sich damit ungefähr im Gleichklang mit dem S&P 500. Seit Jahresbeginn steht sogar ein Plus von 18 Prozent zu Buche, womit Nvidia den breiten Markt übertrifft. Das zeigt: Auch ohne große Post-Earnings-Rally kann die Aktie solide Renditen liefern.
Nvidia bleibt der Taktgeber im KI-Chipmarkt
Im direkten Vergleich mit der Konkurrenz bleibt Nvidia vorerst das Maß aller Dinge. AMD versucht zwar, mit eigenen KI-Beschleunigern im Rechenzentrumsmarkt stärker Fuß zu fassen, doch Nvidia profitiert weiterhin von seiner klaren Führungsposition bei GPUs und von einem mächtigen Software-Ökosystem rund um CUDA. Genau diese Kombination aus Hardware, Plattform und Entwicklerbindung macht es für Wettbewerber schwer, Nvidia in großem Stil Marktanteile abzunehmen.
Intel wiederum arbeitet daran, im KI-Markt relevanter zu werden, kämpft aber noch mit einer deutlich schwächeren Ausgangsposition. Der Konzern hat in mehreren Bereichen strukturelle Probleme und spielt im hochprofitablen Markt für KI-Beschleuniger bislang keine vergleichbare Rolle wie Nvidia.
Der entscheidende Vorteil von Nvidia liegt damit nicht nur in der Chip-Performance, sondern im Gesamtpaket: Kunden kaufen nicht einfach einen Prozessor, sondern eine erprobte Infrastruktur mit hoher Verbreitung und erheblichen Wechselkosten. Genau dieser Burggraben verschafft Nvidia einen Vorsprung, den die Konkurrenz zwar angreift, aber bisher nicht ernsthaft gefährden konnte.
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Häufige Fragen
Warum reagieren Anleger nach Nvidias Zahlen inzwischen oft zurückhaltender?
Weil die Erwartungen bereits sehr hoch sind. Selbst starke Quartalszahlen reichen oft nicht mehr aus, um den Kurs deutlich zu beflügeln.
Was macht Nvidia im KI-Boom so wichtig?
Nvidia dominiert den GPU-Markt, und genau diese Chips sind zentral für das Training von KI-Modellen. Das verschafft dem Unternehmen eine Schlüsselrolle in der KI-Infrastruktur.
Wie hoch sind die Risiken bei einer Investition in die Nvidia-Aktie?
Nvidia ist trotz der starken Marktstellung nicht risikofrei. Die Aktie ist hoch bewertet, sodass schon kleine Enttäuschungen bei Umsatz, Gewinn oder Ausblick zu deutlichen Kursverlusten führen können. Dazu kommen Risiken durch Wettbewerb, Exportbeschränkungen, Abhängigkeit von Großkunden und mögliche Verzögerungen beim Ausbau der KI-Infrastruktur
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Nvidia.
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