Nvidia soll einem Bericht zufolge dem ChatGPT-Entwickler OpenAI mit einer Finanzierungsgarantie von 250 Milliarden Dollar unter die Arme greifen – für ein Rechenzentrum, das zu den größten der Welt zählen würde. Der Deal wirft Fragen auf.

Der Chipkonzern Nvidia verhandelt offenbar über eine der größten Finanzierungsgarantien der Technologiegeschichte: Laut einem Bericht des „Wall Street Journal" (WSJ) könnte das Unternehmen OpenAI eine Bürgschaft über rund 250 Milliarden US-Dollar gewähren. Diese soll dem ChatGPT-Entwickler ermöglichen, ein riesiges Rechenzentrum im US-Bundesstaat Ohio zu leasen. Vertreter von Nvidia, OpenAI und SoftBank waren für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

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ChatGPT mit riesigem Rechenzentrums-Projekt

Das geplante Rechenzentrum ist Teil eines Zehn-Gigawatt-Projekts, das von der SoftBank-Gruppe realisiert werden soll und für das Jahr 2028 anvisiert wird. Die Gesamtkosten belaufen sich dem Bericht zufolge auf rund 500 Milliarden Dollar – womit der Komplex zu den größten seiner Art weltweit zählen würde. 

Das Projekt gilt zudem als Prestigevorhaben für SoftBank-Gründer Masayoshi Son und die US-Regierung unter Präsident Donald Trump, die die Investition bereits als vollen Erfolg gefeiert hat. Die Verhandlungen befinden sich allerdings noch in einem frühen Stadium.

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Nvidia (WKN: 918422)

Nvidia und ChatGPT: Kreisförmige Finanzierungsstruktur stößt auf Skepsis

Nvidia speilt dabei für Open Ai eine Doppelrolle Dem WSJ zufolge verhandelt der Chipgigant parallel auch über die Finanzierung von Chipkäufen für OpenAI, die sich auf insgesamt 350 Milliarden US-Dollar summieren könnten. Sollten beide Deals zustande kommen, würde Nvidia damit sowohl als Lieferant als auch als Finanzier seines wichtigen Kunden auftreten.  

Das würde die zunehmend kreisförmige Finanzierungsstruktur hinter dem KI-Boom weiter auf die Spitze treiben, da Technologiegiganten immer umfangreichere Projekte finanzieren, die dann letztlich Geschäfte für sie selbst generieren.

In den vergangenen Wochen ist die Begeisterung von Investoren für die hohen Bewertungen von Technologieaktien abgekühlt. Sie befürchten, dass mehr Kapazitäten aufgebaut werden, als für künftige KI-Dienste tatsächlich erforderlich sein werden. Auch Investorenlegenden wie Michael Burry weisen immer wieder darauf hin, dass es strukturelle Ungleichgewichte im KI-Sektor gibt – und die Gefahr eines überhitzten Marktes besteht. 

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Enthält Material von dpa-AFX

Häufige Fragen

Was plant Nvidia gemeinsam mit OpenAI? 

Nvidia verhandelt laut „Wall Street Journal" über eine Finanzierungsgarantie von 250 Milliarden Dollar, die OpenAI das Leasen eines gigantischen Rechenzentrums in Ohio ermöglichen soll. Parallel stehen Chip-Finanzierungen von bis zu 350 Milliarden Dollar im Raum.

Wer steckt hinter dem Rechenzentrum in Ohio? 

Das Projekt wird von der japanischen SoftBank-Gruppe unter Gründer Masayoshi Son realisiert. Es soll eine Kapazität von zehn Gigawatt haben, 500 Milliarden Dollar kosten und 2028 fertiggestellt werden.

Warum ist das Geschäftsmodell hinter dem KI-Boom umstritten? 

Weil die Geldströme immer kreisförmiger werden: Technologieunternehmen finanzieren Projekte, die ihnen selbst neue Einnahmen bringen – ohne dass KI bislang stabile Erträge liefert. Investoren werden dadurch zunehmend skeptischer gegenüber den hohen Bewertungen im Sektor.

Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Nvidia.

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