Die Commerzbank verändert ihr US-Portfolio deutlich: Unter anderem die Deutsche Bank verliert deutlich an Gewicht. Bei einer US-Tech-Aktie dagegen griff das Institut zu.
Die Commerzbank sorgt diesmal nicht mit dem Übernahmepoker durch die UniCredit für Schlagzeilen, sondern mit ihrer Anlagestrategie. Die deutsche Großbank hat ihr US-Aktiendepot im zweiten Quartal 2026 deutlich umgebaut.
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Commerzbank setzt im US-Depot auf PayPal
Laut einer 13F-Meldung hat das Institut seine Position beim Zahlungsdienstleister PayPal um das 116-Fache aufgestockt. Gleichzeitig reduzierte die Commerzbank ihre Beteiligungen an der Deutschen Bank und am US-Konzern Honeywell massiv.
Der deutliche Ausbau der PayPal-Position ist die auffälligste Veränderung im Depot. Durch die Aufstockung kommt das Unternehmen auf einen Anteil von 1,3 Prozent am US-Portfolio der Commerzbank. PayPal zählt damit allerdings weiterhin nicht zu den zehn größten US-Positionen der Bank.
Die Paypal-Aktie steht gerade selbst unter starkem Druck. Nach einer geplatzten Übernahmespekulation gab es in den vergangenen Tagen einen massiven Kurssturz.
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Deutsche Bank und Honeywell deutlich reduziert
Sonst sorgte vor allem der Abbau bestimmter Aktien für Aufsehen: Die Commerzbank schrumpfte ihren Bestand an Aktien der Deutschen Bank von rund 3,7 Millionen auf nur noch etwa eine Million Stück. Dadurch sank der Anteil der Position am Portfolio von 2,9 Prozent auf 0,68 Prozent.
Auch bei dem Tech-Konzern Honeywell baute die Commerzbank ihre Beteiligung stark ab. Im zweiten Quartal reduzierte sie den Bestand um 95 Prozent. Der Anteil von Honeywell am Depot liegt damit nur noch bei 0,09 Prozent.
Commerzbank äußert sich nicht zu den Hintergründen
Die Bank selbst äußerte sich nicht zu den Hintergründen ihrer Depotpolitik. Die Angaben stammen aus der Quartalsmeldung, zu deren Veröffentlichung sie bei der US-Börsenaufsicht verpflichtet ist.
Für Anleger sind die Daten dennoch interessant, weil sie einen Einblick in die Anlageentscheidungen großer Banken geben. Allerdings lässt sich aus einer solchen Meldung nicht ablesen, welche Motive hinter den einzelnen Transaktionen stehen oder ob die Positionen zum Zeitpunkt der Veröffentlichung bereits wieder verändert wurden.
Übernahmepoker um die Commerzbank geht weiter
Unterdessen geht der Übernahmepoker um die Commerzbank durch die UniCredit weiter. Die italienische Großbank, die vor rund zwei Jahren bei der Commerzbank eingestiegen ist, wirbt seit Langem für eine Übernahme des Frankfurter DAX-Konzerns und hat sich bereits den Zugriff auf fast 50 Prozent der Anteile gesichert.
Der Bund, der die Commerzbank während der Finanzkrise mit Steuermilliarden vor dem Kollaps bewahrte, hält noch gut zwölf Prozent an dem Institut und ist damit dessen zweitgrößter Aktionär. Einer Übernahme steht die Bundesregierung skeptisch gegenüber – auch, weil die UniCredit in diesem Fall den Abbau Tausender Stellen plant.
Die Commerzbank-Aktie notiert momentan bei etwa 40 Euro (02. September, 09:45 Uhr) und hat seit Jahresbeginn etwa 11 Prozent zugelegt. Die Anleger scheinen also ihr Vertrauen in die Commerzbank nicht verloren zu haben.
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Enthält Material von dpa-AFX
Häufige Fragen
Warum hat die Commerzbank ihre PayPal-Position aufgestockt?
Die Commerzbank hat ihre PayPal-Position im zweiten Quartal 2026 laut der 13F-Meldung deutlich ausgebaut. Zu den konkreten Gründen für die Transaktion hat sich die Bank nicht geäußert. Die Meldung zeigt die Veränderung im Depot, nicht aber die dahinterstehende Anlagestrategie.
Welche Aktien hat die Commerzbank im zweiten Quartal 2026 reduziert?
Die Commerzbank hat vor allem ihre Bestände an Aktien der Deutschen Bank und Honeywell reduziert. Bei der Deutschen Bank sank die Position von rund 3,7 Millionen auf etwa eine Million Aktien. Bei Honeywell wurde der Bestand um rund 95 Prozent verringert.
Was ist eine 13F-Meldung?
Eine 13F-Meldung ist ein Quartalsbericht, den bestimmte institutionelle Investoren bei der US-Börsenaufsicht einreichen müssen. Er gibt Aufschluss über viele meldepflichtige Aktienpositionen und ermöglicht Anlegern einen Einblick in die Portfolios großer Finanzinstitute. Die Meldung ist jedoch kein Echtzeitbild, da die darin enthaltenen Positionen bereits einige Wochen zurückliegen können.
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Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Commerzbank.
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