Die neuen Portfolio-Offenlegungen des „Big-Short“-Investors Michael Burry zeigen: Im August haben sich viele seiner Thesen (noch) nicht bewahrheitet.
Der August war für Starinvestor Michael Burry kein guter Monat. Seine pessimistischen Wetten gegen KI- und Chipunternehmen gingen größtenteils nicht auf. Der antizyklische Investor warnt bereits seit Längerem vor einer Blase durch den KI-Boom.
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Star-Investor Burry: So liefen seine Short-Wetten im August
Burry hatte zuletzt mehrere KI- und Chipaktien geshortet. Seine Wetten entwickelten sich im August jedoch gegen ihn, wie die jüngsten Portfolio-Offenlegungen zeigen. Nach Angaben der US-Finanzplattform “Seeking Alpha” legten sieben der neun Aktien, gegen die Burry Short-Positionen hielt, im Monatsverlauf zu.
Eine Aktie blieb unverändert, eine weitere gewann rund zwei Prozent. Unter seinen 13 bullischen Positionen verzeichneten fünf Aktien Kursverluste, sieben legten zu und eine blieb unverändert.
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Palantir mit Plus von 50 Prozent - Burry bleibt pessimistisch
Besonders deutlich zeigte sich die Gegenbewegung bei Palantir: Die Aktie stieg im August um mehr als 50 Prozent und entwickelte sich damit klar gegen Burrys Wette. Zugleich geriet seine bearishe These dadurch zusätzlich unter Druck.
Burry hält aber weiterhin an seiner pessimistischen Einschätzung von Palantir fest. Seiner Ansicht nach ist die Aktie massiv überbewertet und steht sinnbildlich für den aus seiner Sicht nicht nachhaltigen, KI-getriebenen Hype-Zyklus. Er baute sein bearishes Engagement über Out-of-the-Money-Puts mit Laufzeiten bis in den März 2027 aus, mit Strikes im niedrigen bis mittleren 100-Dollar-Bereich.
Ähnlich entwickelten sich seine Wetten gegen andere KI- und Chipunternehmen: Die Nvidia-Aktie legte im August um 10 Prozent zu, Micron stieg um 16,49 Prozent, Oracle gewann 14,8 Prozent und CoreWeave rückte um 18 Prozent vor.
Burrys Portfolio: Gemischtes Bild bei bullischen Positionen
Bei seinen bullischen Positionen gibt es für Burry ein gemischtes Ergebnis: Das US-Cloud-Unternehmen Veeva legte als größter Gewinner im August um 40 Prozent zu, Adobe gewann 17 Prozent. Dagegen fiel unter anderem PayPal um acht Prozent und Sprouts Farmers Market gab sechs Prozent nach.
Burry hält zudem weiter an dem Sportbekleidungsunternehmen Lululemon fest, das im August nur um ein Prozent zulegte - er hält die abgestrafte Aktie „schreiend billig“.
Burry warnt vor KI-Blase: „Mein Basisszenario ist 2028“
Burry gehört zu den prominentesten Stimmen, die vor einer möglichen KI-Blase warnen. Er zeigt auch offen, wann und warum er deshalb bestimmte Unternehmen wie Nvidia leerverkauft. Und er hält auch an seiner Einschätzung fest, obwohl die betreffenden Aktien größtenteils weiter boomen und die Märkte von einem Rekordhoch zum nächsten eilen.
„Mein Basisszenario ist 2028“, schrieb Burry dazu in einem Post Ende August. „Dann, glaube ich, wird die Rechenleistung zu knapp. Die Geschichte zeigt, dass Märkte solche Wendepunkte meist deutlich früher erkennen. Wir werden sehen.“
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Häufige Fragen
Warum wettet Michael Burry gegen KI-Aktien?
Michael Burry hält viele KI-Aktien für überbewertet und warnt vor einer möglichen Blase. Besonders kritisch sieht er Unternehmen, deren Kurse stark von Erwartungen an den KI-Boom und den Ausbau der Recheninfrastruktur getrieben werden.
Welche KI-Aktien entwickelten sich im August gegen Michael Burrys Positionen?
Mehrere Aktien, gegen die Burry Short-Positionen hielt, legten im August zu. Palantir stieg um mehr als 50 Prozent, Nvidia gewann 10 Prozent, Micron 16,49 Prozent, Oracle 14,8 Prozent und CoreWeave 18 Prozent.
Hält Michael Burry weiterhin an seiner pessimistischen Einschätzung fest?
Ja. Burry bleibt insbesondere gegenüber Palantir bearish und setzt weiterhin auf fallende Kurse. Seine Put-Optionen laufen teilweise bis März 2027. Zudem erwartet er in einem Basisszenario, dass die Rechenleistung ab 2028 knapp werden könnte.
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