Warren Buffets Nachfolger Greg Abel investiert die Milliardenkasse von Berkshire Hathaway aktiver als je zuvor – und zieht damit die Kritik von „Big Short"-Investor Michael Burry auf sich.
Michael Burry, bekannt als einer der schärfsten Contrarian-Investoren der Welt, schätzt Berkshire Hathaway unter dem neuen CEO Greg Abel nicht mehr als lohnende Investition ein. „Ich halte Berkshire nicht für ein attraktives Investment in der Zukunft", schrieb er auf X. Denn: Greg Abel, der neue CEO des Konglomerats, besitze möglicherweise nicht die legendäre Geduld seines Vorgängers Warren Buffett – jene Fähigkeit, auf den perfekten Moment zu warten, bevor man zuschlägt.
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Warren Buffets Berkshire Hathaway: Eine neue Ära unter Greg Abel
Seit Jahresbeginn 2026 führt Abel offiziell die Geschicke von Berkshire Hathaway, nachdem Buffett nach Jahrzehnten an der Spitze das Steuer übergab. Er "erbte" dabei ein Unternehmen mit einer rekordhohen Cash- und T-Bill-Position von rund 397,4 Milliarden US-Dollar zum Ende des ersten Quartals. Doch im zweiten Quartal schrumpfte dieser Puffer spürbar auf rund 365,5 Milliarden Dollar – Berkshire kaufte mehr eigene Aktien zurück und investierte verstärkt.
Denn Abel kauft ein. Bereits zu Jahresbeginn wurde die 9,7 Milliarden Dollar schwere Übernahme von OxyChem, der Chemikaliensparte von Occidental Petroleum, abgeschlossen. Im zweiten Quartal folgte die rund 6,8 Milliarden Dollar teure Akquisition des Wohnungsbauers Taylor Morrison. Dazu stockte Abel die Alphabet-Beteiligung massiv von 17,8 Millionen auf knapp 58 Millionen Aktien auf – ein Zuwachs von 224 Prozent.
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Buffetts Prinzip – oder Abels Handschrift?
Dabei stellt sich die Frage: Ist Abels aktiveres Vorgehen eine Weiterentwicklung der Berkshire-Strategie in Buffets Sinne – oder ein erstes Anzeichen dafür, dass die Disziplin, die den jahrzehntelangen Erfolg des Unternehmens begründete, zu bröckeln beginnt?
Tatsächlich lieferte Berkshire im zweiten Quartal 2026 starke Zahlen: Das operative Ergebnis kletterte um 16 Prozent auf 12,98 Milliarden Dollar, der Nettogewinn verdoppelte sich auf 25,67 Milliarden Dollar. Burrys Warnung gilt aber nicht den Quartalszahlen – sondern dem großen Prinzip. Buffetts Markenzeichen war die eiserne Geduld und die Fähigkeit, jahrelang auf den richtigen „fat pitch" zu warten. Abel, so Burrys Befürchtung, könnte diesen Instinkt nicht mitbringen und das Kapital zu früh oder zu aggressiv einsetzen.
Doch Abel sitzt erst seit kurzem im Chefsessel - und bisher können sich seine Ergebnisse mit Blick auf die Quartalszahlen durchaus sehen lassen.
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Häufige Fragen
Wer ist Michael Burry?
Michael Burry ist ein US-amerikanischer Hedgefonds-Manager und Gründer von Scion Asset Management. Weltberühmt wurde er durch seine Wette gegen den US-Immobilienmarkt vor der Finanzkrise 2008 – ein Coup, der im Film „The Big Short" verewigt wurde. Burry gilt als einer der bekanntesten Contrarian-Investoren der Welt.
Warum hält Michael Burry Berkshire Hathaway nicht mehr für attraktiv?
Burrys Kernkritik zielt auf den Führungsstil des neuen CEO Greg Abel. Er bezweifelt, dass Abel die eiserne Geduld seines Vorgängers Warren Buffett mitbringt – die Fähigkeit, jahrelang auf die perfekte Investmentgelegenheit zu warten, bevor man zuschlägt. Für Burry ist genau diese Disziplin der Schlüssel zum langfristigen Erfolg von Berkshire.
Was hat Greg Abel seit seinem Amtsantritt bei Berkshire Hathaway verändert?
Abel, der seit Januar 2026 als CEO fungiert, hat das Konglomerat spürbar aktiver aufgestellt. Er schloss milliardenschwere Übernahmen ab, baute die Alphabet-Beteiligung massiv aus und beschleunigte die Aktienrückkäufe deutlich.
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