Bitcoin-Bewegungen von SpaceX sorgen für Aufsehen. Nach einem halben Jahr sind das die ersten Abflüsse aus Wallets von Elon Musks Unternehmen.
Daten von Arkham Intelligence belegten am Mittwoch die ersten Bitcoin-Bewegungen aus den Wallets von SpaceX seit sechs Monaten. Da Musks Raumfahrtunternehmen zu den bekanntesten und größten Unternehmen zählt, die Bitcoin halten, sorgte diese Meldung für Aufsehen. Droht nun der nächste Rücksetzer?
SpaceX veräußert Bitcoin-Bestände
Vor rund einem Monat ging SpaceX an die Börse. Im Zuge des IPO musste das Unternehmen auch seine Bitcoin-Bestände offenlegen. Daher rückte die Position stärker in den Fokus von Marktbeobachtern und Analysten. Aktuell hält SpaceX 18.712 Bitcoin. Der Gegenwert: 1,8 Milliarden US-Dollar. Blockchain-Tracker gingen zuvor von 8.285 Bitcoin aus. Wegen des großen Bestands können schon kleine Bewegungen als Signal für einen größeren Verkauf gelten – vor allem, wenn die Wallets monatelang inaktiv waren
Für einen größeren Abverkauf gibt es derzeit keine Hinweise. Bei den Abflüssen handelte es sich nach den vorliegenden Daten um extrem geringe Beträge. Die größte verkaufte Menge lag bei 0,00213 Bitcoin, was rund 135 US-Dollar zum Zeitpunkt der Veräußerung entspricht. Eine zweite Transaktion fiel sogar noch geringer aus. Allerdings stockte SpaceX die Bestände auch um 0,000738 Bitcoin auf.
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Signale für Bitcoin-Verkauf bleiben aus
Doch nicht nur die geringe Menge an Bitcoin ist entscheidend: Die Bitcoin sollen nicht an eine bekannte Exchange-Deposit-Adresse geflossen sein. Daher fehlen Indikatoren, die für einen größeren Abverkauf sprechen. Solche Minimalabflüsse sprechen eher für technische Routinevorgänge. Dazu zählen etwa Wallet-Wartungen oder simple interne Umbuchungen.
Die letzte größere Transaktion liegt mehrere Monate zurück. Dabei verschob SpaceX in mehreren Tranchen jeweils etwa 1.000 Bitcoin zwischen firmeneigenen Adressen und Coinbase Prime - ohne dass sich ein Abfluss zu einer Handelsplattform mit Verkaufsabsicht erkennen ließ.
Anfang Juni belastete ein Dip den Bitcoin-Kurs deutlich. Nach dem Bitcoin-Verkauf durch Strategy, bei dem das Unternehmen 32 Coins veräußerte und kurz darauf deutlich nachkaufte, brach ein Verkaufssturm los. Das Narrativ sorgte für Kursverluste der Kryptowährung. Anleger können dennoch beruhigt sein: Ein ähnlicher Verlust wie Anfang Juni sollte vorerst ausbleiben. Trotzdem sollten Sie die Verkäufe von Musk & Co. im Auge behalten.
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Häufig gestellte Fragen
Warum reagieren Bitcoin-Kurse so stark auf Meldungen über einzelne Verkäufe?
Bitcoin wird stark von Narrativen und Erwartungen bewegt. Schon kleine Transaktionen großer Bestände können als Signal für einen möglichen Trendwechsel gelesen werden, auch wenn objektiv noch kein echter Abverkauf vorliegt.
Welche Rolle spielen Wallet-Bewegungen bei der Kursanalyse von Bitcoin?
Wallet-Bewegungen liefern Hinweise auf Aktivität, sind aber allein noch kein Verkaufssignal. Erst wenn Coins an Börsen oder bekannte Handelsadressen fließen, wird daraus oft ein relevanteres Marktzeichen.
Welche Unternehmen halten neben SpaceX ebenfalls größere Bitcoin-Bestände?
Zu den bekannten börsennahen oder stark beachteten Bitcoin-Haltern zählen unter anderem Strategy und Tesla. Solche Bestände sind für Anleger interessant, weil sie bei Marktstress zusätzliche Kursdynamik auslösen können.
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