Nachdem er zu schnell bei den Aktien von Nvidia ausgestiegen ist, kauft dieser Star-Investor nun massiv Anteile an dieser Chip-Aktie. Winkt hier die nächste Chance?
Stanley Druckenmiller, CEO von Duquesne Family Office, hat im ersten Quartal 2026 eine neue Position bei Broadcom aufgebaut. In den Jahren 2023, 2024 und 2025 hat der Investor immer wieder Broadcom-Anteile ge- und verkauft. Doch diesmal ist das Paket viel größer - verfolgt er jetzt eine andere Strategie?
Druckenmiller: "Großer Fehler" bei anderem KI-Giganten
Im ersten Quartal 2026 hielt der Hedgefonds insgesamt 196.000 Broadcom-Aktien zu einem durchschnittlichen Kaufpreis von 330 US-Dollar. Zuletzt notierten die Papiere bereits bei rund 370 US-Dollar.
Doch auch Investoren mit soviel Erfahrung wie Druckenmiller, der sein Unternehmen bereits 1981 gründete, liegen an der Börse manchmal falsch.
Der Investor hielt bereits 2022 und 2023 eine große Menge Nvidia-Aktien. Zu Kaufpreisen von 22 bis 24 US-Dollar machte er damals noch ein Schnäppchen. 2024 verkaufte er sie zu 73,50 US-Dollar je Aktie. Somit lag der Gesamtgewinn bei über 400 Millionen US-Dollar. Trotzdem war das viel zu früh: Heute ist eine Nvidia-Aktie 194 US-Dollar wert, was einem aktuellen Investment von 1,7 Milliarden US-Dollar entspräche. Druckenmiller sagte damals, dass ihm die Bewertung der Nvidia-Papiere zu hoch sei. Allerdings sprach er selbst später von einem "großen Fehler", dass er so früh verkauft hatte.
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Jetzt bei Broadcom einsteigen?
Nvidia fasst Druckenmiller offenbar nicht mehr gerne an: Stattdessen setzt er nun auf Broadcom. Das Unternehmen produziert sogenannte ASICs, integrierte Schaltkreise, die auch in den sogenannten Tensor-Chips verwendet werden. die Google und Meta von Broadcom beziehen. Sie sind darauf zugeschnitten, KI-Rechenprozesse auf bereits trainierten Modellen zu beschleunigen.
Im Geschäftsjahr 2025 stiegen die Umsätze von Broadcom mit KI-Chips bereits um 65 Prozent auf 20 Milliarden US-Dollar an. Bis zum Geschäftsjahr 2027 erwartet das Unternehmen einen fünfmal so hohen Umsatz. Vielversprechende Zahlen für langfristige Anleger. Allerdings sorgten die Zahlen zum ersten Quartal kürzlich für einen Dämpfer. Broadcom hat sie Anfang Juni präsentiert und verlor anschließend an der Börse rund 18 Prozent .
Druckenmiller gab bisher noch keinen Kommentar zu seiner neuen Position ab. Ob er die Aktie nun trotz der schwachen Juni-Performance weiter halten wird, um seinen "großen Fehler" nicht zu wiederholen, oder die Papiere kurzfristig wieder abstößt, wird das nächste 13F-Filing zeigen, das er bis Mitte August einreichen muss.
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Häufig gestellte Fragen
Warum setzen Investoren neben Nvidia auch auf Broadcom?
Broadcom gilt für viele Anleger als indirekter KI-Gewinner, weil das Unternehmen bei kundenspezifischen Chips und Infrastruktur eine wichtige Rolle spielt. Im Unterschied zu Nvidia, das vor allem GPUs für das Training liefert, profitiert Broadcom stärker von KI-Infrastruktur und der Umsetzung im laufenden Betrieb.
Ist Broadcom nach dem Kursrückgang jetzt günstiger bewertet?
Ein Kursrückgang allein macht eine Aktie nicht automatisch billig, kann aber die Einstiegschance verbessern. Entscheidend sind Wachstum, Margen, Ausblick und die Frage, wie nachhaltig die KI-Nachfrage wirklich ist.
Was macht Stanley Druckenmiller für viele Anleger so interessant?
Druckenmiller gilt als sehr erfahrener Investor mit einem ausgeprägten Gespür für makroökonomische Trends und Gewinnerbranchen. Viele Marktteilnehmer verfolgen seine Positionen, weil er oft früh in starke Themen investiert und dadurch als Trendindikator wahrgenommen wird.
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