Die deutsche Rüstungsindustrie profitiert von geopolitischen Spannungen. Vor allem Rheinmetall konnte in den vergangenen Jahren an den Märkten deutliche Gewinne verzeichnen. Das Analysehaus Kepler Cheuvreux hat den Titel eines anderen Rüstungsriesen jetzt allerdings neu bewertet und sorgt für einen schwachen Handelsstart am Mittwochmorgen.

In der aktuellen Analyse zu TKMS (Thyssenkrupp Marine Systems) bewertet Kepler die Aktien als "zu teuer". Im vorbörslichen Handel verlor die Aktie daraufhin bereits ein Prozent auf Tradegate, verzeichnete kurzzeitig sogar einen noch höheren Verlust. Mittlerweile notiert der TKMS-Titel bei 73,70 Euro, was einem Minus von 1,21 Prozent im Vergleich zum Schlusskurs des Vortages entspricht. Die Rüstungsaktien von Rheinmetall und Renk starteten am Mittwoch ebenfalls mit Verlusten.

Kepler bewertet TKMS-Aktie mit "Reduce"

Die US-Bank Morgan Stanley den gesamten Rüstungssektor mit "Equal Weight" auf ein neutrales Niveau herabgestuft. Die Analystin Marina Zavolock schätzt den Sektor langfristig, allerdings fehle es an Dynamik. Die Meldung sorgte bereits am Dienstagmorgen für negative Kursverläufe bei Rheinmetall-, Renk- und Hensoldt-Kursen. Doch die Rüstungsaktien haben sich im Laufe des Tages problemlos erholt. Einen Tag später zeigt sich ein ähnlicher Kursverlauf. Die Titel starten im vorbörslichen Handel mit Verlusten, rangieren jedoch nach Handelsstart bereits im Plus.

Ob sich das bei TKMS ähnlich verhält, bleibt abzuwarten. Kepler sah die starke Position der Marine-Sparte bisher als positiv im Zusammenhang mit der Hauptaktie von Thyssenkrupp an. Nach der aktuellen Analyse bewerten die Experten den Titel jetzt allerdings mit "Reduce" und einem Kursziel von 66 Euro. Im Xetra-Handel notiert die Aktie derzeit bei 72,90 Euro mit einem Minus von 1,22 Prozent (Stand: 10. Juni 2026, 10:52 Uhr). Der Titel verlor knapp 20 Prozent in den vergangenen zwölf Monaten.

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Thyssenkrupp Aktie schwächelt ebenfalls - Darauf sollten Anleger achten

Sinkt die börsennotierte Tochtergesellschaft, sollten auch Anleger des Hauptunternehmens aufpassen. Die Thyssenkrupp-Aktie legte zum Monatsbeginn zu, schwächelt jedoch seit einigen Tagen. Am Mittwochmorgen kommt ein weiteres Minus von 3,03 Prozent hinzu, wodurch der Titel auf 10,55 Euro im Xetra-Handel fällt.

Eine einzelne Analystenentscheidung sorgt nicht für den großen Ausverkauf, kann jedoch als Orientierung für potenzielle Anleger dienen. Die Neubewertung könnte Interessenten von einer Investition abhalten und bei unsicheren Anlegern für Verkäufe sorgen. Den Zusammenhang zwischen Mutter- und Tochtergesellschaft sollten Anleger ebenfalls nicht außer Acht lassen - vor allem dann, wenn Sie in beide investieren. Die Aktien von Rheinmetall, Renk und Co. zeigen jedoch, dass sich der Rüstungssektor nach wie vor in einer stabilen Phase befindet und auch eine Herabstufung auf ein neutraleres Niveau vorerst keine negativen Trends auslöst.

TKMS (WKN: TKMS00)

Rüstungsaktien weiterhin empfehlenswert

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Häufig gestellte Fragen

Was ist Thyssenkrupp Marine Systems?

Thyssenkrupp Marine Systems, kurz TKMS, ist die Marinesparte von Thyssenkrupp und baut unter anderem U-Boote und Marineschiffe. Das Unternehmen ist vor allem im militärischen Schiffbau stark positioniert und daher für Anleger im Verteidigungssektor interessant.

Wer ist Marina Zavolock?

Marina Zavolock ist Analystin bei Morgan Stanley und bewertet Finanz- und Rüstungswerte aus Marktsicht. Wenn große Banken wie Morgan Stanley einen Sektor herabstufen, kann das kurzfristig spürbare Kursreaktionen auslösen.

Was macht Rheinmetall eigentlich?

Rheinmetall ist ein deutscher Technologiekonzern mit starkem Schwerpunkt auf Verteidigung und Fahrzeugtechnik. Das Unternehmen entwickelt unter anderem Munition, militärische Systeme und Schutztechnologien und gilt als einer der wichtigsten Profiteure der Aufrüstung in Europa.

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