Die kanadische Großbank RBC hat ihr Kursziel für Tesla angepasst und spekuliert mit einer SpaceX-Übernahme. Was steckt dahinter?
Tom Narayan, Analyst bei der RBC, hat sein Kursziel der Tesla-Aktie von 475 auf 500 US-Dollar angehoben. Das Votum blieb bei "Outperform". Die Großbank begründet das höhere Kursziel auch mit der Möglichkeit einer SpaceX-Übernahme.
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Tesla-Übernahme durch SpaceX? RBC-Analyst befeuert Gerüchte
In einer Notiz vom Dienstag schrieb der Experte, die Übernahmefantasie könne ein Kurstreiber sein. Neben diesem Thema vermutet Narayan die größte Wachstumschance für Tesla in der Robotaxi-Sparte. Angesichts eines Marktvolumens von 4,2 Billionen US-Dollar könne Tesla selbst mit einem geringen Marktanteil enorm profitieren. Seine Einschätzung für diesen Bereich habe er angehoben, schrieb der Analyst. Gleichzeitig senkte er seine Prognosen für humanoide Roboter und Batteriepacks.
Narayan begründete seine Einschätzung mit einer möglichen Kontrollmehrheit von Elon Musk in einem fusionierten Unternehmen. Nach Ansicht des Experten könnten Anleger einen Aufschlag verlangen, sollte Musk mehr als 50 Prozent der Kontrolle über das fusionierte Unternehmen besitzen. Derzeit sind nur rund 20 Prozent der Tesla-Aktien im Besitz des Milliardärs.
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Erste Gerüchte bereits vor Wochen
Die Tesla-Aktie notierte zuletzt bei knapp 420 US-Dollar und lag damit nur wenig unter dem von RBC geschätzten inneren Wert von 435 US-Dollar. Dennoch sieht Narayan weiteres Kurspotenzial. Damit ist er nicht alleine. Schon vor dem SpaceX-IPO lösten die Gerüchte Spekulationen unter Analysten aus. Tech-Analyst Dan Ives sagte: "Wir glauben, dass Tesla und SpaceX im Laufe des nächsten Jahres fusionieren werden, weil ich denke, dass dies Teil des umfassenderen Plans ist, insbesondere wenn es um KI-Daten und alles im Zusammenhang mit dem Musk-Ökosystem aus Kontrollperspektive geht".
Für Musk würde eine solche Struktur die Kontrolle im Konzernverbund vereinfachen. „Das könnte Elons Leben tatsächlich etwas einfacher machen“, sagte SpaceX-Präsidentin Gwynne Shotwell noch vor wenigen Tagen auf die Frage nach einer Verknüpfung mit Tesla. Ein solches Unternehmen, das Elektrofahrzeuge, Robotaxis, humanoide Roboter, Satellitenkommunikation, Raumfahrt und KI-Infrastruktur vereint, gibt es bisher nicht.
Sollten Anleger jetzt reagieren?
Die kanadische Großbank zeigt erneut eine bullische Haltung gegenüber der Tesla-Aktie. Die RBC ist für Tesla schon länger positiv gestimmt. Mit dem neuen Kursziel preist Narayan die vermeintliche Übernahme teilweise ein. Ob Fusion oder nicht: Tesla und SpaceX zählen derzeit zu den spannendsten Zukunftswerten am Markt. Beide hängen zudem stark von Zukunftserwartungen ab. Anleger sollten weiterhin die hohen Bewertungs- und Fantasierisiken im Blick behalten.
Bei der Tesla-Aktie handelt es sich jedenfalls nicht um eine laufende Empfehlung von BÖRSE ONLINE. Möchten Sie wissen, welche Werte die Redaktion stattdessen empfiehlt, sollten Sie das aktuelle Heft 28/26 nicht verpassen. Jetzt am Kiosk oder als E-Paper erhältlich.
Häufig gestellte Fragen
Könnte Tesla von einer Fusion mit SpaceX überhaupt profitieren?
Ja, theoretisch könnte eine Fusion Synergien bei Technologie, Daten und Markenwirkung erzeugen. Gleichzeitig wäre so ein Schritt extrem komplex und würde rechtliche, organisatorische und kapitalmarktbezogene Fragen aufwerfen.
Warum reagieren Anleger so stark auf Übernahmegerüchte bei Tesla?
Weil Tesla für viele Investoren nicht nur ein Autobauer ist, sondern eine Wette auf mehrere Zukunftsmärkte gleichzeitig. Sobald SpaceX oder Elon Musk ins Spiel kommt, steigt die Fantasie über zusätzliche Plattform-, KI- und Kontrollvorteile.
Ist eine höhere Bewertung bei Tesla eher Chance oder Risiko?
Beides. Eine höhere Bewertung kann auf großes Zukunftspotenzial hinweisen, aber sie macht die Aktie auch anfälliger für Enttäuschungen, wenn Wachstum, Margen oder neue Geschäftsmodelle langsamer kommen als erhofft.
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Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Tesla.
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