12.30 Uhr - Die Aktien von Evotec haben am Dienstag ihren starken Lauf seit Monatsanfang fortgesetzt. Um die Mittagszeit gewannen die Titel des Wirkstoffforschers unter den Favoriten im MDAX rund zwei Prozent. Im August beläuft sich der Kursgewinn nun schon auf mehr als ein Fünftel. Es fehlt auch nicht mehr allzu viel bis zum Ende Januar erreichten Jahreshoch von 43 Euro, das zugleich der höchste Kurs seit dem Jahr 2001 gewesen war. Ein Millionenauftrag des US-Verteidigungsministeriums und vermutlich Eindeckungen von Leerverkäufern hatten die Papiere damals kurzzeitig um 30 Prozent nach oben katapultiert. Am Dienstag erhöhte nun Analyst Christian Ehmann von Warburg Research sein Kursziel für Evotec von 40 auf 48 Euro. Er betonte die guten Geschäftsperspektiven für die neue Produktionsanlage für Biologika und hob seine Gewinnerwartungen an.

10.11 Uhr - Einen Strategiewechsel des britisch-australischen Rohstoffkonzerns BHP Group haben am Dienstag die Marktteilnehmer als negativ für K+S gewertet. Die Aktien des deutschen Kali- und Salzkonzerns verloren hinten im MDax 3,3 Prozent auf 11,12 Euro, womit sie auf ihr Zwischentief von Ende Juni zusteuerten. BHP Group will von seinem Öl- und Gasgeschäft abrücken und stattdessen das Düngergeschäft forcieren. Mit einer Milliardensumme will der Konzern nun in Kanada eine Kali-Mine erschließen. Für K+S dürfte sich so der Wettbewerbsdruck erhöhen. Die BHP-Aktien schnellten am Dienstag in London um gut sieben Prozent hoch.

09.04 Uhr - Die Aktien von Henkel habenam Dienstag unter einem negativen Analystenkommentar gelitten und damit an ihren jüngsten Abwärtstrend angeknüpft. Die Papiere des Konsumgüterkonzerns fielen kurz nach dem Auftakt um eineinhalb Prozent auf 82,82 Euro. Die französische Bank Societe Generale (SocGen) strich ihr "Halten"-Votum und empfhielt nun den Verkauf der Anteilsscheine bei einem Kursziel von 79 Euro (alt 101). Der Dax-Konzern hatte die Anleger in der vergangenen Woche mit seinem Ausblick für die Gewinnmarge enttäuscht. Mit den darauf folgenden Kursverlusten hatte sich dann auch das Chartbild für die Papiere noch ein Stück weiter eingetrübt: sie fielen unter die 21-Tage-Durchschnittslinie. Sie ist ein Maß für die kurzfristige Entwicklung der Aktien. Auf mittlere und vor allem auf längere Sicht zeigt der Trend bereits seit einigen Wochen nach unten. Seit dem Zwischenhoch im April haben die Papiere nun schon fast 17 Prozent verloren.

07.52 Uhr - Nach Vorlage der Quartalszahlen greifen Anleger bei Ströer zu. Die Aktien der Werbefirma steigen vorbörslich bei Lang & Schwarz rund ein Prozent. Das Geschäft sei wieder auf dem Niveau vor der Pandemie, teilte das MDax-Unternehmen mit.

07.17 Uhr - Der Kurs des Euro ist am Dienstag leicht gesunken. Am Morgen wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1769 US-Dollar gehandelt und damit etwas tiefer als am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Montagnachmittag auf 1,1772 Dollar festgesetzt. Am Morgen zeigte sich am Devisenmarkt eine Dollar-Stärke, die den Euro im Gegenzug etwas unter Druck setzte. Die Anleger mieden riskantere Anlagen, woraufhin der Dollar als Weltreservewährung profitierte und zu allen anderen wichtigen Währungen zulegen konnte. Kursverluste an asiatischen Aktienmärkten dämpften die Risikofreude der Anleger. Im Tagesverlauf bleibt der Fokus auf die Kursentwicklung des Dollar gerichtet, der mit der Veröffentlichung wichtiger Konjunkturdaten neue Impulse bekommen dürfte. Auf dem Programm stehen am Nachmittag Zahlen zur Umsatzentwicklung im amerikanischen Einzelhandel und zur US-Industrieproduktion. Beiden Daten liefern neue Hinweise auf die amerikanische Konjunktur und werden an den Finanzmärkten stark beachtet.

rtr/dpa-AFX