Wer früher in Rente gehen will, der sollte aus Sicht dieses Finanzexperten nicht nur auf ETFs bei der Geldanlage setzen, um Vermögen aufzubauen. Das müssen Anleger wissen.

Jim Cramer gilt als bekannter, aber auch umstrittener Börsenexperte. Der Host der Show „Mad Money“ gab kürzlich Insights zu seinen Vorstellungen, wie die perfekte Geldanlage aussieht, um frühzeitig in den Ruhestand zu gehen.

Immer auf dem Laufenden bleiben: Jetzt BÖRSE ONLINE bei Google bevorzugen

Star-Investor empfiehlt diese 3 Investments, um früher in Rente zu gehen

Dabei warnte Cramer die Anleger vor allem vor Trading. „Trading ist etwas für Leute, die professionell gehandelt haben, so wie ich“, sagte der Experte. „Das wollen wir nicht für Sie. Wir wollen Zinseszinseffekte … Wir wollen keine kurzfristigen Kapitalgewinne.“

In der Folge riet der ehemalige Hedgefondsmanager und Investmentbanker Anlegern zu den folgenden 3 Investments:

1. ETFs

„Einen Teil seines Geldes in einen Indexfonds anzulegen, ist kein schlechter Rat – es ist eine gute Möglichkeit, auf Nummer sicher zu gehen“, sagte Cramer. Er empfiehlt einen Anteil von 40 bis 50 Prozent.

Ähnlich wie Investmentlegende Warren Buffett empfiehlt der Experte Anlegern, auf breite Indizes wie den S&P 500 zu setzen. Diese sind kostengünstig und schlagen auf lange Sicht aktive Fonds um längen.

2. Einzelaktien

„Die meisten Menschen können es sich nicht leisten, nur auf Nummer sicher zu gehen, es sei denn, sie sind bereits reich. Deshalb muss man die andere Hälfte seines Vermögens in eine Mischung aus ausgewählten Einzelaktien und einer Absicherung ohne Aktien investieren“, führte Cramer weiter aus.

Besonders jungen Anlegern riet er zur Investition in spekulative Titel. Sollte sich hier die Fantasie nicht materialisieren, so hätten die Investoren noch immer genug Zeit, die Verluste bis zum Renteneintritt aufzuholen.

3. Absicherung

Bis zu zehn Prozent können Anleger laut der Meinung von Cramer derweil in Absicherungs-Assets wie Gold oder Bitcoin anlegen. Diese agieren nicht selten unkorreliert zum Aktienmarkt und sorgen deswegen in der Mischung für weniger Schwankungen.

Lohnt es sich, auf den Rat des Börsenexperten zu hören?

Doch ob es sich lohnt, auf den Rat von Cramer zu hören, ist fraglich. Besonders sein Rat, einen Großteil des Portfolios in einigen wenigen Einzelaktien anzulegen, kann schnell ins Auge gehen. 

Wer diese Risiken nicht eingehen möchte, der sollte besser auf einen ETF setzen, hier aber nicht allzu hohe Renditen erwarten. Wie viel Gewinn Sie tatsächlich mit einem MSCI World machen können, zeigt diese Auswertung.

Weiterführende Links

Häufig gestellte Fragen

Warum rät Jim Cramer Anlegern vom Trading ab?

Trading sei aus seiner Sicht vor allem für Menschen geeignet, die professionell gehandelt haben. Für den Vermögensaufbau bis zur Rente empfiehlt er stattdessen, von Zinseszinseffekten zu profitieren und kurzfristige Kapitalgewinne nicht in den Mittelpunkt zu stellen.

Welche drei Investments empfiehlt Jim Cramer für den Vermögensaufbau?

Cramer empfiehlt ETFs, ausgewählte Einzelaktien und Absicherungs-Assets. Für ETFs hält er einen Anteil von 40 bis 50 Prozent für sinnvoll, während der übrige Teil in eine Mischung aus Einzelaktien und einer Absicherung ohne Aktien investiert werden könne.

Welche Risiken birgt die von Jim Cramer vorgeschlagene Strategie?

Ein großer Anteil weniger Einzelaktien kann schnell zu hohen Verlusten führen. Besonders spekulative Titel bergen das Risiko, dass sich die erwartete Kursfantasie nicht erfüllt.