Der Chiphersteller AMD schickt sich an, Nvidia bei KI-Chips zumindest ein bisschen das Wasser abzugraben. Die Analystenerwartungen an die Quartalszahlen wurden am Dienstag übertroffen – aber das reichte nicht.
Die Zahlen, die Advanced Micro Devices (AMD) am Dienstagabend nach Börsenschluss für das zweite Quartal vorlegte, lagen klar über den Erwartungen – aber das reichte der Börse offenbar nicht. Die Aktie gab nachbörslich deutlich nach und fiel um 7,5 Prozent.
Das sind die Zahlen von AMD
Dabei hatte AMD einen bereinigten Gewinn je Aktie von 1,66 US-Dollar gemeldet; erwartet worden waren nur 1,62 US-Dollar.
Auch beim Umsatz lag AMD mit 11,54 Milliarden US-Dollar im Quartal über den Konsenserwartungen von 11,28 Milliarden US-Dollar. Damit stieg der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 50 Prozent. Im Bereich Data Center konnte AMD sogar einen Umsatzsprung um 107 Prozent auf 6,7 Milliarden US-Dollar verzeichnen. Der Grund liegt in der starken Nachfrage nach Zentralprozessoren (CPUs) und Grafikprozessoren (GPUs) für KI-Anwendungen.
Messlatte lag zu hoch
Doch der Kurs der AMD-Aktie hatte sich im vergangenen Jahr fast verdreifacht – da genügt eine kleine Gewinnüberraschung offenbar nicht mehr.
Im Ausblick gab AMD bekannt, dass es für das laufende Quartal einen Umsatz von etwa 13 Milliarden US-Dollar erwartet – plus/minus 300 Millionen US-Dollar. Die Erwartungen der Analysten lagen darunter bei 12,52 Milliarden US-Dollar.
Bullische Prognose
Laut seiner bereits im Juli angehobenen Jahresprognose geht AMD davon aus, dass das Marktvolumen der Halbleiterbranche bis 2028 einen Wert von zwei Billionen US-Dollar pro Jahr erreichen könnte. 1,4 Billionen US-Dollar davon sollen demnach auf KI-Beschleuniger und GPUs entfallen. Damit hatte AMD seine vorherige Schätzung von 500 Milliarden US-Dollar bis 2028 fast verdreifacht.
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