Die Aktie von SAP ist bereits massiv unter Druck geraten - doch wie geht es jetzt weiter? In drei Tagen könnte die Entscheidung über den weiteren Kursverlauf bei den Papieren fallen. Das müssen Anleger jetzt wissen.
Die Aktien von SAP sind seit dem Jahresstart um satte 33 Prozent im Wert gefallen. Seit dem Rekordhoch der Papiere steht sogar ein Minus von 50 Prozent zu Buche. Nun stehen die Quartalszahlen des DAX-Konzerns an. Das müssen Anleger wissen.
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Das ist bei der SAP-Aktie jetzt wichtig
Konkret gehen die vom Unternehmen befragten Analysten von weiterem Wachstum bei SAP aus. So dürfte der Cloudumsatz im zweiten Quartal um 22 Prozent auf 6,26 Milliarden Euro gewachsen sein und damit den Gesamtumsatz um 9 Prozent auf 9,85 Milliarden Euro gehievt haben. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern sollte demnach um 12 Prozent auf 2,88 Milliarden Euro zugelegt haben. Das bereinigte Ergebnis je Aktie ist damit wohl um 16 Prozent auf 1,75 Euro gestiegen.
Wichtig ist für SAP außerdem die Entwicklung der auf Sicht von 12 Monaten zu erwartenden Umsätze aus der Cloud. Dieser Vertragsbestand ist Grundlage für das Wachstum, Investoren werfen daher einen genauen Blick auf die Zahlen des sogenannten Current Cloud Backlog (CCB). Bis Ende März zog der Wert im Jahresvergleich um ein Fünftel auf 21,9 Milliarden Euro an, wurde dabei aber vom stärkeren Euro gebremst. Auf Jahressicht wird das Wachstum dieses Vertragsbestands voraussichtlich weiter zurückgehen und wohl etwas weniger betragen als die währungsbereinigten 25 Prozent aus dem Vorjahr.
Im Fokus dürften aber vor allem die Zweifel von Investoren an klassischen Softwareanbietern stehen und ob sie mit ihrem Geschäftsmodell zur Nutzung der Programme aus dem Netz dem Druck von KI-Apps standhalten können. Auf der anderen Seite will SAP-Chef Klein genau mit KI-Programmen bei den Kunden punkten und mehr Erlös erwirtschaften. Aktuell dürften auch Sorgen eine Rolle spielen, dass Kunden wegen stark steigender Hardwarekosten und wegen der Lage im Nahen Osten weniger Geld für Softwarebestellungen locker machen.
Wird es für die SAP-Aktie noch schlimmer?
SAP hat bei den am Donnerstag nach Börsenschluss anstehenden Zahlen also einige Hürden zu meistern und es ist fraglich, ob die abgerauschte Aktie jetzt wieder für Investoren attraktiv werden kann.
Zumindest zeichnet sich charttechnisch zuletzt der Versuch einer Bodenbildung ab. Damit diese gelingen kann, muss allerdings die Marke von 130 Euro bei dem Konzern gehalten werden.
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Enthält Material von dpa-AFX
Häufig gestellte Fragen
Wann meldet SAP Quartalszahlen?
SAP meldet am Donnerstagabend nach Börsenschluss Quartalszahlen.
Was wird bei den Quartalszahlen von SAP erwartet?
Konkret gehen die vom Unternehmen befragten Analysten von weiterem Wachstum bei SAP aus. So dürfte der Cloudumsatz im zweiten Quartal um 22 Prozent auf 6,26 Milliarden Euro gewachsen sein und damit den Gesamtumsatz um 9 Prozent auf 9,85 Milliarden Euro gehievt haben. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern sollte demnach um 12 Prozent auf 2,88 Milliarden Euro zugelegt haben. Das bereinigte Ergebnis je Aktie ist damit wohl um 16 Prozent auf 1,75 Euro gestiegen.
Warum hat die Aktie von SAP so stark verloren?
Grund sind die Zweifel von Investoren an klassischen Softwareanbietern, ob sie mit ihrem Geschäftsmodell zur Nutzung der Programme aus dem Netz dem Druck von KI-Apps standhalten können. Auf der anderen Seite will SAP-Chef Klein genau mit KI-Programmen bei den Kunden punkten und mehr Erlös erwirtschaften. Aktuell dürften auch Sorgen eine Rolle spielen, dass Kunden wegen stark steigender Hardwarekosten und wegen der Lage im Nahen Osten weniger Geld für Softwarebestellungen locker machen.