Das KI-Segment gilt als eines der einflussreichsten an den Börsen dieser Welt. Einer der größten Gewinner der letzten Jahre ist Palantir. Auch die Quartalszahlen konnten überzeugen. Einer der einflussreichsten Tech-Analysten ist dennoch überzeugt, dass die Aktie erst in den Startlöchern steht.

Ein Zugewinn von 566 Prozent in den vergangenen fünf Jahren spricht Bände: Palantir liegt im Trend. Trotz starker Quartalszahlen fiel die Aktie in den vergangenen Tagen. Top-Analyst Dan Ives ist sich dennoch sicher, dass hier noch lange nicht Schluss ist.

"Erwartungen auf ganzer Linie übertroffen"

Der Hype um künstliche Intelligenz ist noch lange nicht vorbei - zumindest, wenn es nach Tech-Ikone Ives geht. Als eines der führenden Softwareunternehmen profitiere Palantir vom schnellen Wachstum des Sektors, was das Unternehmen in eine perfekte Position bringe. Mit einem weiteren starken "Drop-the-mic"-Quartal - mit durchweg übertroffenen Erwartungen auf ganzer Linie", so der Analyst, sei es dem Unternehmen möglich, den steigenden Wunsch nach KI, die höheren Regierungsausgaben und die wachsende  Unternehmensadaption perfekt zu kapitalisieren.

Auch Palantir-CEO Alex Karp ist sich sicher, dass die Finanzergebnisse eine Stärke zeigen, "die die Performance praktisch jedes Softwareunternehmens in der Geschichte in dieser Größenordnung in den Schatten stellt". Mit einer Marktkapitalisierung von mehr als 320 Milliarden US-Dollar zählt Palantir mittlerweile zu den Big Caps. Karp sagte in einem Interview mit Wired ebenfalls, dass jeder, der operative KI nutzt, Produkte nutzen muss, die Palantir-Software ähneln.

Dennoch erzählt der aktuelle Aktienkurs eine andere Geschichte. 

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Darum reagiert der Markt negativ

Der Kursanstieg in der vergangenen halben Dekade verspricht eine echte Goldgrube. Schauen Investoren jedoch auf die letzten 13 Wochen, zeichnet sich ein anderes Bild ab. Der Kurs stürzte im Februar deutlich ab. Nach einem leichten Anstieg im März ging es wieder etwas bergab, bis sich seit einigen Tagen ein leichtes Plus abzeichnete. So kam es in den vergangenen 12 Monaten zu einem Anstieg von circa 23 Prozent, was die explosionsartige Kursentwicklung der Vorjahre etwas in den Schatten stellt.

Das Seltsame: Die Quartalszahlen sehen auf den ersten Blick so aus, als würden sie Palantirs Marktposition stärken. Mit einem Umsatzplus von 85 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, einem Nettogewinn von 870,5 Millionen US-Dollar (+ 53 Prozent) und einem entsprechenden EPS von 0,33 US-Dollar konnte das Unternehmen die Erwartungen erneut übertreffen. Die größten Treiber waren Aufträge der US-Regierung und der US-Geschäftskundenbereich. Dennoch fiel die Aktie nach der Veröffentlichung der Quartalszahlen um 9 Prozent.

Grund dafür war sicherlich der moderat wachsende kommerzielle Umsatz. Dieser lag im vierten Quartal 2025 noch bei 137 Prozent im Plus, sank dann jedoch auf ein Plus von 133 Prozent. Das langsamere Wachstum könnte Anlegern ein Zeichen gegeben haben, dass Palantir sich einem Breaking-Point nähert. 

Palantir Technologies (WKN: A2QA4J)

Analysten empfehlen Palantir weiterhin

Trotz des möglichen Szenarios bleibt der Analystenkonsens weitgehend gleich. Die Experten empfehlen überwiegend den Kauf der Aktie, obgleich zwei Analysten ihre Erwartungen auf "Sell" belassen. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 190,88 US-Dollar, während das höchste Ziel mit 255 US-Dollar bewertet wird. Das Papier bleibt bullisch. Nach der Einschätzung von Ives wird die Aktie zur "goldenen Gans". Mit einem aktuellen Kurs bei 135,35 US-Dollar (Stand: 11. Mai 2026 um 12:28 Uhr) ist die Aktie nachbörslich zwar etwas gefallen, aber nun zu einem moderaten Preis erhältlich.

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Häufig gestellte Fragen

Ist die Aktie nach dem Rücksetzer jetzt wieder interessant?

Der Rückgang kann für risikobereite Anleger eine Chance sein, bleibt aber stark von Wachstum und Bewertung abhängig. Laut Ives handelt es sich hier dennoch um eine "goldene Gans".

Warum fiel die Aktie trotz starker Quartalszahlen?

Der Markt reagierte sensibel auf das etwas nachlassende Wachstum im kommerziellen Geschäft.

Was muss passieren, damit die Rallye weitergeht?

Entscheidend sind anhaltend starkes Umsatzwachstum, robuste Margen und neue Großaufträge aus Regierung und Wirtschaft.

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Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Palantir Technologies.