40.000-Dollar-Marke rückt ins Visier der Anleger - Inflations- und Zinssorgen nehmen überhand


Die Sorge vor raschen Zinserhöhungen auf US-amerikanischen Grund und Boden lässt Anleger dies- und jenseits des Atlantiks Krypto Assets mit spitzen Fingern anfassen. Mit einem Wochenverlust von über 10 Prozent notiert das nach Marktgröße wichtigste Krypto Asset am Montagnachmittag bei rund 41.000 Dollar und damit so tief wie seit 2,5 Wochen nicht mehr. Für Werte aus den hinteren Reihen wie etwa Ether (ETH) geht es im gleichen Zeitraum um rund 13 Prozent auf 3.048 Dollar pro Einheit abwärts.

Ein möglicher Tritt auf das Zinsgaspedal respektive eine Beschleunigung der Reduzierung der Fed-Bilanz schmeckt Börsianern offensichtlich nicht. Das Entziehen von Liquidität für den Markt ist Gift für riskante Anlageklassen und spielt tendenziell zinstragenden Werten in die Karten.

Hochspannung vor US-Inflationswerten - Zinsfantasien könnten neue Nahrung erhalten


Im Vorfeld der am Dienstag anstehenden Veröffentlichung der US-Teuerungsdaten dürften Anleger zusehends nervös werden. Bereits im Februar notierte der Verbraucherindex inklusive der treibenden Werte wie Energie und Lebensmittel per Jahresmonatsvergleich bei 7,9 Prozent und damit auf dem höchsten Stand seit vier Dekaden. Ein weiterer Preisanstieg könnte die Zinsfantasien befeuern. Die US-Notenbank steht derweilen Gewehr bei Fuß mit raschen Zinserhöhungen die Inflation wieder in den Griff zu bekommen.

Geopolitische Risiken bleiben ebenfalls schwelend


Nicht zuletzt ist es auch die Furcht vor einer Zuspitzung des geopolitischen Ost-Konflikts angesichts erneuter bevorstehender Sanktionen durch den Westen, welche Anleger verunsichern. Bis heute kann von einem Kriegsende bzw. einer Feuerpause zwischen der Ukraine und Russland nicht die Rede sein. Insgesamt fungiert das Kriegstreiben als schwebendes Damoklesschwert über den Köpfen der Anleger.

Elon Musk sorgt für Wirbel bei Dogecoin


Seit einer Woche gilt Elon Musk als größter Aktionär bei Twitter. Eigentlich sollte Musk auch Teil des Verwaltungsrates werden. Nun macht der Tesla-Chef jedoch einen Rückzieher.

"Elon Musk hat sich entschieden, unserem Aufsichtsrat nicht beizutreten", sagte der Twitter-Vorsitzende Parag Agrawal."

Mit über 80 Millionen Followern besitzt Musk mächtige Hände in der Social-Media-Welt. Unter anderem ist der Einfluss auf die ursprünglich als Parodie gestartete Währung DOGE besonders groß. In der Vergangenheit lösten selbst kleinste Tweets über die "Hundewährung" Kurssprünge aus.

Musk hatte vor wenigen Tagen eine Option vorgeschlagen, zukünftig auf Twitter in Doge zu bezahlen. Kurz danach legte der Kurs um zwischenzeitlich über 15 Prozent zu.

Die Unterstützung des Meme-basierten Coins durch Elon Musk lässt demnach offensichtlich nicht nach. Jüngst hatte der E-Autohersteller Tesla für sogenannte Merchandising-Produkte DOGE akzeptiert und dem Kurs einen Kurssprung beschert. Von einer nachhaltigen Trendwende kann jedoch auch jetzt wieder nicht die Rede sein. In der Regel entpuppen sich die durch Elon Musk ausgelösten Kurssprünge als ein klassisches Strohfeuer.