Das ist das geringste Wachstum seit dem Frühjahr 2018. Noch im Oktober hatte das Plus bei 3,8 Prozent gelegen. An die Privathaushalte vergaben die Geldhäuser im November 3,5 Prozent mehr Kredite als ein Jahr zuvor.

Wegen der mageren Wachstumsperspektiven und des geringen Preisdrucks im Währungsgebiet hatte die EZB im Herbst ein umfassendes Stützungsprogramm für die Wirtschaft beschlossen. Unter anderem erwerben die die Euro-Wächter seit November wieder Staatsanleihen und andere Wertpapiere im monatlichen Volumen von 20 Milliarden Euro. Auch unter der neuen EZB-Präsidentin Christine Lagarde, die die Notenbank seit November leitet, sollen die Geldschleusen noch lange weit offen bleiben.

Die Geldmenge M3 erhöhte sich im November um 5,6 Prozent. Ökonomen hatten ein Plus von 5,7 Prozent erwartet. Zu M3 zählen unter anderem Bargeld, Einlagen auf Girokonten sowie Geldmarktpapiere und Schuldverschreibungen. Für die Geldpolitik ist M3 eine wichtige Bezugsgröße. Volkswirten zufolge besteht auf mittlere bis lange Sicht ein Zusammenhang zwischen dem Wachstum der Geldmenge und der Inflation.

rtr