Bis vor Kurzem war er der größte Hedgefonds-Manager der Welt und nun gibt Ray Dalio Einblick darin, was seiner Meinung nach attraktiver ist als Aktien und Anleihen.

Cash ist Trash hieß es immer wieder aus dem Hedgefonds Bridgewater unter der Leitung der Börsenlegende Ray Dalio. Doch nun, nur wenige Monate nach seinem Rücktritt, scheint sich seine Meinung gewandelt zu haben.

Ist Cash jetzt King?

Denn anstatt jetzt in Anleihen oder Aktien zu investieren, setzt der Investor nun tatsächlich auf blankes Cash. So sagte er:

„Bargeld war früher Müll. Bargeld ist jetzt ziemlich attraktiv. Es ist attraktiv in Bezug auf Anleihen. Im Vergleich zu Aktien ist es sogar attraktiv.“

Doch was bewegte die Börsenlegende zu dieser Meinung, wo er doch jahrelang so stark gegen das Halten einer Liquiditätsreserve war?

Meinungswechsel

Der Meinungswechsel geht laut Dalio im Interview mit CNBC vor allem auf die Anleihemärkte zurück. Während Anleihen inzwischen durch die Inflation einen gesicherten Verlust einbringen, so hat eine Liquiditätsreserve zumindest den Vorteil Zeit am Spielfeldrand zu verbringen und eventuell günstige Gelegenheiten zu nutzen.

Allerdings sprach er explizit an, dass er nicht wie viele Fondsmanager und Privatanleger auf einem Cashberg sitze und den nächsten Crash erwartet, sondern einfach Geld, Anleihen und auch einigen Aktien gegenüber aktuell vorziehe.

Dalios Portfolio

Dass der Hedgefondsmanager noch nicht mit Geld an der Seitenlinie wartet, zeigt auch das Portfolio von Bridgewater, in dem Dalio laut eigenen Angaben den immer noch den Löwenanteil seines Vermögens hält.

Laut den letzte 13F Filings sind die aktuell größten Positionen des Fonds eher konservative Aktien wie Procter & Gamble, Johnson & Johnson und PepsiCo.