17.05 Uhr - Ein Absatz-Boom in China ermuntert Anleger zum Einstieg bei Elektroautobauern. Die Aktien von Tesla, Nio, Li Auto, Sono und Xpeng steigen an der Wall Street um bis zu drei Prozent. Im vergangenen Jahr stieg der Absatz von Elektrofahrzeugen auf dem weltgrößten Automarkt um fast 160 Prozent auf 3,52 Millionen Einheiten.

16.40 Uhr - Ein Dämpfer für die Absatzperspektiven eines Alzheimer-Medikaments drückt Biogen auf ein Zweieinhalb-Jahres-Tief. Die Aktien der Biotechfirma fallen um rund zehn Prozent auf 217,10 Dollar. Die US-Krankenversicherung Medicare will die Kosten nur für Patienten übernehmen, die das Mittel im Rahmen klinischer Versuche nehmen. Damit zerstöre sie Hoffnungen auf einen Verkaufserfolg des umstrittenen Medikaments, sagt Analyst Cory Kasimov von JPMorgan. Die Titel des Biogen-Rivalen Eli Lilly, der an ähnlichen Arzneimitteln forscht, fallen um vier Prozent.

14.25 Uhr - Ermutigende Testergebnisse für den Coronavirus-Impfstoff geben dem Anbieter Ocugen Auftrieb. Die Aktien der Pharmafirma steigen im vorbörslichen US-Geschäft um sieben Prozent. Dem Entwicklungspartner Bharat Biotech zufolge neutralisiert eine Auffrischungsimpfung mit dem Serum sowohl die Delta- als auch die Omikron-Variante. Das Vakzin hat eine Notfall-Zulassung der Weltgesundheitsorganisation WHO.

13.38 Uhr - Hoffnungen auf eine anziehende Nachfrage und die Rally des Nickelpreises geben Kupfer Auftrieb. Kupfer verteuert sich um drei Prozent und erreicht mit 10.006 Dollar je Tonne ein Drei-Monats-Hoch. Zinn ist ebenfalls gefragt und mit 41.490 Dollar so teuer wie nie.

12.53 Uhr - Aus Furcht vor einem Angebotsengpass decken sich Anleger mit Nickel ein. Das Industriemetall legt 4,4 Prozent zu und ist mit 22.745 Dollar je Tonne so teuer wie zuletzt vor mehr als zehn Jahren. Die Lagerbestände haben sich in den vergangenen fünf Monaten halbiert und sind so niedrig wie zuletzt vor rund zwei Jahren. Grund hierfür sei der Elektroauto-Boom, sagt Commerzbank-Analyst Daniel Briesemann. "Denn Batterien mit einem hohen Nickelanteil werden nach wie vor von den Autoherstellern präferiert."

12.20 Uhr - Die Anleger von Süss Microtec sind am Mittwoch von einer Prognosesenkung überrascht worden. Zuvor wenig verändert, sackte der Kurs des früheren SDax -Unternehmens am späten Vormittag ab bis auf 18,50 Euro und damit auf ein Tief seit einem Jahr. Zuletzt betrug das Minus noch 6,3 Prozent auf 18,70 Euro. Die operative Gewinnmarge erwartet der Halbleitertechnik-Zulieferer jetzt nur noch in einer Bandbreite von 8,0 bis 9,5 Prozent statt der bislang genannten Spanne von 9 bis 11 Prozent. Der Konsens habe mit 10,6 Prozent deutlich über der neuen Zielspanne gelegen, urteilten Händler. Der vorläufige Umsatz für das Gesamtjahr 2021 wurde auf rund 261 Millionen Euro beziffert. Damit verfehlte das Unternehmen seine Prognose, die zuvor auf 270 bis 290 Millionen Euro lautete. Etwas verwunderlich sei dies vor dem Hintergrund rekordhoher Auftragseingänge, hieß es von einem Börsianer. Eine Erklärung für die enttäuschende Umsatzentwicklung habe es vom Unternehmen nicht gegeben. In der Mitteilung hieß es nur, die durch den wachstumsbedingten Kapazitätsaufbau gestiegenen Kosten konnten nicht wie geplant kompensiert werden.

11.20 Uhr - Trotz der rasant zulegenden Infektionszahlen der Corona-Variante Omikron steigt der Ölpreis weiter an. Die Sorte Brent verteuert sich um ein halbes Prozent auf über 84 Dollar pro Barrel. Damit hat der Preis wieder das Niveau vor der Ausbreitung von Omikron vor zwei Monaten erreicht. "Omikron ist jetzt die Geschichte von gestern", sagte Luca Paolini, Stratege bei Pictet Asset Management. Investoren erwarten trotz Omikron eine weitere Erholung der Nachfrage. Dazu trug auch US-Notenbankchef Jerome Powell bei. Anleger rechneten nach seinen Äußerungen damit, dass die geldpolitischen Zügel nicht ganz so schnell angezogen werden wie zuletzt befürchtet.

09.45 Uhr - Nach dem jüngsten Ausverkauf bei Bitcoin bleibt die Stimmung am Kryptomarkt angespannt. Die am Dienstag begonnene Erholungsbewegung kam zur Wochenmitte bereits wieder zum Erliegen. Die Cyber-Devise notierte am Mittwoch bei 42.650 Dollar leicht schwächer. Die Gefahr, erneut unter die psychologisch wichtige Marke von 40.000 Dollar zu rutschen, sei noch nicht vom Tisch, sagten Experten. Um der charttechnisch heiklen Lage zu entkommen, reichten Schnäppchenjäger laut Marktstrategen nicht aus. "Angesichts des fundamentalen Gegenwindes stehen die Börsenampeln weiterhin auf Rot, die Marktlage kann als schwarzseherisch betrachtet werden", erläuterte sagte Analyst Timo Emden von Emden Research. Investoren hatten sich wegen der Aussicht auf eine rasche Zinswende in den USA von Bitcoin abgewendet. Sollte die Marke von 40.000 Dollar erneut fallen, müssten sich Anleger laut Emden auf einen Fall auf 37.000 und 30.000 Dollar gefasst machen. Auch andere Kryptowährungen fassten die Anleger am Mittwoch nur mit spitzen Fingern an. Die zweitwichtigste Digitalwährung Ether, die mit dem Ethereum-Blockchain-Netzwerk verbunden ist, fiel um 0,2 Prozent auf 3223 Dollar.

09.27 Uhr - Anleger nehmen nach einer Gewinnwarnung bei Philips Reißaus. Die Aktien brechen an der Börse in Amsterdam um mehr als elf Prozent ein, nachdem der Medizintechnik-Konzern für das Schlussquartal einen Ergebnisrückgang von rund 40 Prozent in Aussicht gestellt hat. Philips machen fehlende Elektronikbauteile und ein Massenrückruf von Beatmungsgeräten zu schaffen.

07.55 Uhr - Nach den Äußerungen des US-Notenbankchefs Jerome Powell ziehen sich Anleger beim Dollar zurück. Der Dollar-Index, der den Kurs zu wichtigen Währungen widerspiegelt, gibt auf 95,543 Punkte nach und fällt damit auf den niedrigsten Stand seit Mitte November. Powell sagte, dass es mehrere Monate dauern könnte, bis eine Entscheidung über den Abbau der neun Billionen Dollar schweren Bilanz der Federal Reserve getroffen wird.

07.38 Uhr - Nordex-Aktien ziehen im vorbörslichen Handel bei Lang & Schwarz um 2,8 Prozent an. Der Windturbinenhersteller erhielt einen Auftrag aus Spanien von RWE Renewables Iberia.

07.34 Uhr - Der Euro hat sich am Mittwoch vor wichtigen Konjunkturdaten aus den USA nur wenig bewegt. Am Morgen wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1374 US-Dollar gehandelt und damit etwa auf dem gleichen Niveau wie am Vorabend. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Dienstag auf 1,1336 (Montag: 1,1318) Dollar festgelegt. Der Euro hatte bereits am Dienstag von der wieder gestiegen Zuversicht an den Finanzmärkten profitiert. Anleger interpretierten jüngste Aussagen von US-Notenbankchef Jerome Powell zur Geldpolitik als Zeichen von konjunktureller Stärke. Dieser hatte angesichts der guten Wirtschaftsentwicklung und der hohen Inflationsrate für die Zeit ab März eine Anhebung des Leitzinses signalisiert. Am Nachmittag werden neue Inflationsdaten aus den USA veröffentlicht. Experten rechnen damit, dass die Verbraucherpreise im Dezember erneut stark angezogen haben. Dies könnte den Druck auf die US-Notenbank erhöhen, ihre Geldpolitik weiter zu straffen.

rtr/dpa-AFX