Die Märkte stehen unter Druck: Geopolitik, steigende Zinsen und unsichere Gewinnperspektiven sorgen für Gegenwind. Dr. Jens Ehrhardt warnt vor verfrühtem Optimismus und erklärt, warum Anleger jetzt besonders vorsichtig agieren sollten.
Die Lage an den Börsen ist selten so unübersichtlich gewesen wie derzeit – und Fondsmanager Jens Ehrhardt spricht Klartext: „Die Himmelsrichtung ist vorläufig noch abwärts gerichtet.“ Haupttreiber sei die Geopolitik: „Alles dreht sich um den Ölpreis.“ Die Blockade wichtiger Handelsrouten habe ein Ausmaß erreicht, „das gefährlicher ist, als vielen bewusst ist“. Ehrhardt reagiert defensiv, mit hoher Liquidität und selektiven Energie-Engagements „Es gibt derzeit keinen richtigen Platz, um sich zu verstecken.“, so die Warnung des Chef der DJE Kapital AG. Und er fügt hinzu: „Buy the Dip würde ich im Moment nicht machen.“
Auch geldpolitisch fehlt Rückenwind. Die Notenbanken stecken in der Zwickmühle zwischen schwacher Konjunktur und steigender Inflation. Parallel sendet der Anleihemarkt Warnzeichen: „Solange die Zinsen steigen, ist das ein Rotlicht für Aktien“, sagt Ehrhardt. Zudem könnten sich Gewinnschätzungen als zu optimistisch erweisen. „Das Fundamentale kann sich deutlich verschlechtern“, warnt der erfahrene Vermögensverwalter.
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