Trotz geopolitischer Spannungen bleibt ein Experte gelassen: Ein echter Börsenschock drohe nur bei einer dauerhaft blockierten Straße von Hormus. Kurzfristige Turbulenzen seien dennoch möglich, was eine defensive Depot-Aufstellung nötig macht.

Die geopolitische Lage spitzt sich zu, doch Fondsmanager Frank Fischer bleibt ruhig. Selbst ein Konflikt im Nahen Osten müsse nicht zum Börsenbeben führen. „Der Iran kann die Straße von Hormus nicht dauerhaft schließen“, sagt der Value-Investor im Gespräch mit Smartes Geld. Nur eine dauerhaft blockierte Passage der wohl wichtigsten Öl-Ader der Welt könnte tatsächlich einen Crash auslösen.

An den Finanzmärkten richtet sich der Blick derzeit auf ein anderes Szenario: TACO – „Trump Always Chickens Out“. Viele Investoren setzen darauf, dass Donald Trump im Zweifel erneut zurückrudert. „Die Finanzwelt geht sehr wohl von TACO aus und positioniert sich entsprechend“, sagt Fischer. Dennoch hält er kurzfristige Turbulenzen für möglich. Selbst wenn sich die Lage beruhigt, sei eine Korrektur von fünf bis zehn Prozent nicht ausgeschlossen.

Für Anleger empfiehlt Fischer daher eine defensive Aufstellung. Die Sektoren Versicherungen, Healthcare und Diagnostik seien derzeit besonders resilient, während er Automotive meidet. Gleichzeitig hält er 20 bis 25 Prozent Cash für sinnvoll, als Reserve für den Fall, dass die Märkte tatsächlich stärker durchgeschüttelt werden.

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