Mit einem neuen Gesetz richtet Europa seine Industrie neu aus. Damit bietet sich Anlegern jetzt eine einmalige Chance

Nach monatelangen Verhandlungen soll es nun in der kommenden Woche so weit sein: Die EU-Kommission stellt ihren mit Spannung erwarteten Industrial Accelerator Act (IAA) vor. Es soll ein „Plan für Europas nachhaltigen Wohlstand und Wettbewerbsfähigkeit“ werden. Das Gesetzesvorhaben zielt darauf ab, energieintensive Sektoren bei der Dekarbonisierung zu unterstützen und gleichzeitig den Industriestandort Europa im internationalen Wettbewerb zu stärken.

Neben weniger Bürokratie sehen die Pläne unter anderem einen Mindestanteil europäischer Produktion bei öffentlichen Aufträgen und staatlichen Förderprogrammen oder Leitmärkte vor. Das Kalkül scheint klar: Anreize für Investitionen schaffen, mehr europäische Wertschöpfung durch lokale Fertigung und ein Plan, saubere Produkte wettbewerbsfähig zu machen.

Gleichzeitig geht mit dem Gesetzesvorhaben ein strategischer Aspekt einher: Der alte Kontinent will sich in bedeutsamen Sektoren autonomer aufstellen und Abhängigkeiten in Feldern wie Elektromobilität, erneuerbare Energien, Batterien oder Rohstoffe reduzieren. Diese Bemühung erfolgt in einer Zeit, in der durch Donald Trumps Zollpolitik hinter den USA als verlässlicher Handelspartner ein größeres Fragezeichen steht.

Welche Unternehmen und Branchen vom Industrial Accelerator Act und anderen europäischen Bestrebungen für mehr Souveränität profitieren können, lesen Sie in der Top Story in der neuen Ausgabe von €uro am Sonntag.

Zur neuen Ausgabe

Weitere Themen im Heft

Ungebremster Optimismus für KI
Der weiterhin bei Chips für künstliche Intelligenz (KI) dominierende Hersteller Nvidia übertrifft die hohen Prognosen der Wall Street, keine Abstriche bei der Marge (S. 6)

Allianz und Munich Re liefern
Die DAX-Schwergewichte bleiben mit ihren Zahlen im Rahmen der Erwartungen. Aktien geraten dennoch unter Druck. Warum Anleger einen Blick auf AXA werfen sollten (S. 8)

Trotz Krisen: Ausblick hellt sich weiter auf
Nach dem starken Anstieg im Januar bleiben Volkswirte auch im Februar optimistisch. Zwei Drittel lehnen gemeinsame europäische Schulden ab (S. 10)

Unglaublich effizient
Trotz der aktuellen Turbulenzen am Kryptomarkt gibt es auch Vielversprechendes: Etwa die kräftig wachsende Plattform Hyperliquid (S. 30)

Bubble Tea für KI
Bytedance, Alibaba und Moonshot gehören zu den Unternehmen, die während der einwöchigen Neujahrsfeiertage mit einer Werbekampagne auf Verbraucher abzielen (S. 38)

€uro am Sonntag: Die Handelswoche kompakt

Lesen Sie jede Woche umfangreiche Marktanalysen, Hintergrundartikel sowie Rück- und Ausblicke auf das aktuelle Börsengeschehen.

Jetzt digitales Aktionsangebot sichern: Sie erhalten 3 Ausgaben zum Vorteilspreis von 9,90 Euro.

Zum Angebot

Euro am Sonntag 10-26
Foto: Börsenmedien AG