Zwischen Krisenmeldungen und geopolitischen Spannungen sendet die Wirtschaftswelt ein unerwartet positives Signal: Führende Ökonomen erwarten eine Stabilisierung – und teils sogar freundliche Impulse für 2026. Woher der neue Optimismus kommt, und was das für Anleger bedeutet.
Trotz angespannter Weltlage, Handelskonflikten und politischem Gegenwind blicken viele Volkswirte wieder mit vorsichtigem Optimismus in die Zukunft. In einer aktuellen Umfrage unter führenden Ökonomen zeigt sich: Die Stimmung hellt sich spürbar auf, sowohl mit Blick auf die deutsche Wirtschaft als auch auf die globale Konjunktur.
Felix Schmidt, leitender Volkswirt bei der Privatbank Berenberg, rechnet trotz aller Spannungen mit einem soliden globalen Wachstum. „Wir erwarten 2024 ein Plus von rund 2,5 Prozent – ähnlich wie im vergangenen Jahr“, sagt er. Entscheidende Unterstützung komme dabei sowohl von der Fiskal- als auch von der Geldpolitik. „Insbesondere höhere Staatsausgaben in den USA, Japan und Deutschland werden die Nachfrage stützen“, so Schmidt. Viele Notenbanken dürften zudem ihre Zinsen weiter senken – ein weiterer Rückenwind für die Wirtschaft.
Auch Carsten Mumm, Chefvolkswirt bei Donner & Reuschel, teilt diesen Optimismus: Er sieht die größten Impulse aus den Boomregionen Asien und den Schwellenländern kommen. Dass Investitionen in Resilienz und Sicherheitsstrukturen zunehmen, wertet er nicht als Belastung, sondern als langfristig stabilisierenden Faktor.
Ganz ungetrübt bleibt das Bild allerdings nicht. Experten wie Michael Ahlheim von der Universität Hohenheim warnen weiter vor den Folgen unberechenbarer Zollpolitik und politischer Machtspiele – etwa auf Konsum und Investitionen. Doch andere, wie Horst Schellhaaß von der Uni Köln, sehen Europa auf dem richtigen Kurs: „Langsam, aber sicher werden die richtigen Stellschrauben gedreht.“
Was steckt hinter dem neuen Optimismus? Welche Szenarien für 2026 zeichnen die führenden Köpfe der Wirtschaftswissenschaft – und wie bewerten sie politisch heiß diskutierte Maßnahmen? Die tiefergehende Analyse und die wichtigsten Stimmen, lesen Sie exklusiv in der aktuellen Ausgabe von Euro am Sonntag.
Weitere Themen im Heft
Viel los in Davos
Nachdem Donald Trump die Drohung zusätzlicher Zölle fallen ließ, drehte der DAX nach oben. Derweil sieht Nvidia-Chef Jensen Huang die europäische Industrie gut aufgestellt (S. 6)
Erst die Cloud, jetzt KI-Agenten
KI-Firmen könnten die Geschäfte von Unternehmen wie SAP langfristig stark verändern. Die Aktien rutschen ab (S. 12)
Voller Glanz
Der Goldpreis hat die Marke von 4800 Dollar geknackt, befeuert von den neuerlichen Zolldrohungen des US-Präsidenten gegen acht europäische Länder im Streit um Grönland (S. 35)
Der Schatz im Spirituosen-See
Alkoholhersteller stellen die Produktion ein und senken die Preise, um die sich in den Lagern stapelnden Flaschen zu verkaufen (S. 38)
€uro am Sonntag Aktionsabo
Sie wollen regelmäßig fundierte Infos zu Fonds- und ETF-Strategien? Dann lesen Sie jede Woche die Rubrik Fonds der Woche in €uro am Sonntag – am besten im besonders günstigen Aktionsabo!
Plus: Jeden Samstag erhalten Digitalabonnenten ein zusätzliches Update mit relevanten Aktualisierungen und Ergänzungen nach Redaktionsschluss der Ausgabe, mit den Schlusskursen der Frankfurter und New Yorker Börse und als exklusiven Service eine Übersicht der meistgehandelten Derivate der Woche.
Lesen Sie €uro am Sonntag inklusive Update jetzt im digitalen Aktionsabo. Sie erhalten 3 digitale Ausgaben für nur 9,90 Euro.
Jetzt €uro am Sonntag mit Update sichern