Nicht nur zum Karneval herrscht in Brasilien eine tolle Stimmung. Auch an der Börse wird gefeiert - und in den Nachbarländern auch. Wie Anleger profitierten.

Am Aschermittwoch ist bekanntlich alles vorbei – selbst der Karneval in Rio. Doch während die Sambatrommeln verstummen, könnte Brasilien an der Börse gerade erst richtig loslegen. Der Grund heißt Mercosur: Das EU-Freihandelsabkommen mit Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay hängt zwar im EU-Parlament noch fest, soll aber im ersten Halbjahr in Kraft treten.

Diese Woche nahm das Thema Freihandel jedoch eine wichtige Hürde: Schutzklauseln für europäische Landwirte wurden mit breiter Mehrheit gebilligt – als Sicherheitsnetz, falls Importe etwa bei Rindfleisch oder Honig stark anziehen oder die Preise übermäßig fallen. Genau diese Absicherung könnte den Weg für das Abkommen politisch erleichtern.

Für Anleger ist das mehr als ein Polit-Detail. Denn mit Mercosur würden Handelsbarrieren zwischen Europa und Lateinamerika sinken – und das kann an den Aktienmärkten Fantasie freisetzen. Rohstoffproduzenten sowie Bergbau- und Agrarwerte gelten als potenzielle Profiteure, zusätzlich wird mit mehr ausländischen Direktinvestitionen gerechnet.

Ein Blick auf Brasilien zeigt, warum das Thema gerade so elektrisiert: Der Leitindex Bovespa hat zuletzt einen neuen Höchststand markiert, auf Zwölf-Monats-Sicht steht ein Plus von mehr als 40 Prozent zu Buche. Und Brasilien ist nicht allein: Auch Mexiko strebt seit Längerem nach oben und erreichte kürzlich ebenfalls ein Rekordniveau.

Wer an diesem lateinamerikanischen Rückenwind teilhaben will, kann das gebündelt über einen breit streuenden ETF tun, der die fünf wichtigsten Aktienmärkte Lateinamerikas abbildet – mit einem starken Fokus auf Brasilien und Mexiko. Die Dynamik ist deutlich: Im laufenden Jahr liegt das Produkt bereits bei über 16 Prozent Plus, auf 12 Monate gerechnet bei 42,3 Prozent. Welche Chancen – und welche Risiken – hinter dem Mercosur-Schub wirklich stecken, wie der ETF genau zusammengesetzt ist und worauf Anleger jetzt achten sollten, lesen Sie in der neuen Ausgabe von Euro am Sonntag.

Zur neuen Ausgabe

Weitere Themen im Heft

DAX-Primus begeistert die Börse
Dieser Industriekonzern glänzt mit starken Zahlen und vollen Büchern. Die Jahresziele steigen bereits nach dem Auftaktquartal. Aktie springt an und kostet so viel wie noch nie (S. 6)

Signale nach Mailand
Gewinnziel 2025 übertroffen, Ergebnisprognose 2026 leicht erhöht, und es gibt deutlich mehr Dividende. Der Druck im Übernahmekampf mit Unicredit bleibt hoch (S. 8)

Kratzer im Stern
Mercedes-Benz bricht fast die Hälfte des Gewinns weg, die Dividende sinkt. Besserung naht noch nicht (S. 10)

Wie Dassault den Milliarden-Jet blockiert
Das Schicksal von FCAS hängt davon ab, ob der französische Präsident Emmanuel Macron den Auftragnehmer dazu bewegen kann, nachzugeben (S. 36)

€uro am Sonntag Aktionsabo

€uro am Sonntag jetzt am besten im besonders günstigen Aktionsabo lesen! Plus: Jeden Samstag erhalten Digitalabonnenten ein zusätzliches Update mit relevanten Aktualisierungen und Ergänzungen nach Redaktionsschluss der Ausgabe, mit den Schlusskursen der Frankfurter und New Yorker Börse und als exklusiven Service eine Übersicht der meistgehandelten Derivate der Woche.

Lesen Sie €uro am Sonntag inklusive Update jetzt im digitalen Aktionsabo. Sie erhalten 3 digitale Ausgaben für nur 9,90 Euro.

Jetzt €uro am Sonntag mit Update sichern

Euro am Sonntag 08-26
Foto: Börsenmedien AG