Industrielle KI senkt Ausschuss, verhindert Ausfälle und macht Prozesse messbar effizienter – ein Markt mit gewaltigem Wachstumspotenzial. Ein US-Spezialist gilt in seiner Nische als Standard – und könnte genau deshalb spannend sein.
Industrielle KI ist der nüchterne Gegenentwurf zum Chatbot-Hype: Sie schreibt keine Gedichte, sondern reduziert Stillstände, erkennt Qualitätsfehler in der Fertigung und macht Prozesse messbar effizienter. In der Praxis wirkt sie wie ein „unsichtbarer Ingenieur“, der Sensor- und Maschinendaten auswertet, Anomalien früh erkennt und Optimierungsvorschläge liefert – mit direktem Hebel auf Kosten, Auslastung und Marge.
Der Trend ist mehr als ein Buzzword. Prognosen sehen einen rasant wachsenden Zukunftsmarkt für industrielle KI – je nach Quelle reichen die Schätzungen von deutlich über 200 Milliarden Dollar globalem Umsatz bis hin zu rund 380 Milliarden Dollar bis 2035. Treiber sind nicht nur „smarte“ Fabriken, sondern auch digitale Zwillinge und Simulationen: Produktionsanlagen lassen sich virtuell planen, testen und optimieren, bevor in der Realität teure Fehler passieren.
Ein Beispiel: Rockwell Automation. Der US-Konzern gilt als einer der führenden Anbieter auf seinem Heimatmarkt und ist traditionell stark in der Automobil- und Reifenproduktion positioniert; die hauseigene Logix-Plattform wird dort als Automatisierungs-Standard beschrieben. Kaufenswert kann das sein, weil Rockwell in einem Feld sitzt, in dem Kunden ungern den Anbieter wechseln: Wenn Automatisierung, Steuerungen und Qualitätsüberwachung einmal tief in Produktionslinien integriert sind, entsteht Bindung – und mit jeder Modernisierung der Werke wächst die Relevanz solcher „Betriebssysteme“ für die Industrie.
Welche weiteren Aktien aus dem Umfeld der industriellen KI im vollständigen Überblick interessant sind – und wie sie im Detail einzuordnen sind – lesen Sie im kompletten Artikel in der neuen Ausgabe von €uro.
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