Netfonds-Chefvolkswirt Folker Hellmeyer über den US-Präsidenten, Iran – und warum BASF zu seinen Favoriten zählt.
Die geopolitische Lage bleibt angespannt – doch Folker Hellmeyer warnt vor überzogenen Ängsten. „Trump wird die Welt nicht ins Unheil stürzen“, sagt der Chefvolkswirt von Netfonds im Gespräch mit dem Youtube-Kanal Smartes Geld. Vielmehr werde der US-Präsident unterschätzt. Sein Ziel: Kontrolle über Energie und Einflussräume wie den gesamten amerikanischen Kontinent. Auch im Nahen Osten erwartet Hellmeyer keine Eskalation auf Dauer. „Eine längere Fortsetzung des Krieges wird der Iran nicht durchhalten können.“
Gleichzeitig sieht Hellmeyer in den aktuellen Verwerfungen auch Chancen. Je stärker Vermögenswerte unter Druck geraten, desto größer werde der politische Wille, gegenzusteuern. Für Anleger bedeutet das: flexibel bleiben. „Aktuell müssen Aktionäre von Tag zu Tag entscheiden.“ Klassische Diversifikation verliere an Bedeutung, neue Schwerpunkte entstünden.
Klar positioniert sich Hellmeyer bei Aktien: US-Wachstumstitel bleiben attraktiv, ebenso Zukunftsfelder wie KI und Robotik. Eine überraschende Präferenz hat er ebenfalls: „BASF ist meine Lieblingsaktie.“ Das Unternehmen profitiere von seiner starken Position in China. Anleihen dagegen haben für ihn an Reiz verloren – die Renditen seien vor allem ein Warnsignal für die Märkte.
Warum Hellmeyer trotz aller Konflikte steigende Kurse zum Jahresende erwartet, welche Rolle der globale Süden spielt und wie sich Anleger jetzt positionieren sollten – das komplette Interview sehen Sie auf YouTube im Kanal Smartes Geld.