Der Ausverkauf beim Bitcoin hält unvermindert an. Am Donnerstag fiel die Kryptowährung zeitweise unter die Marke von 67.000 Dollar – und zieht den gesamten Kryptomarkt mit sich.
Die Löcher in den Portfolios der Krypto-Anleger werden immer größer. Am Donnerstag fiel der Bitcoin erstmals seit 2024 unter die Marke von 67.000 Dollar. Bis 17.30 Uhr deutscher Zeit erholte er sich zwar leicht auf 67.900 Dollar. Doch auch damit hatte die Kryprowährung binnen 24 Stunden weitere 7,5 Prozent verloren. Sie notiert damit unter dem Niveau vor der Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten.
Hinter dem Bitcoin gaben auch andere Kryptowährungen heftig ab. Ethereum fiel auf 1923 Dollar, ein Minus von 6,4 Prozent zum Vortag. Mit am härtesten traf es unter den etablieren Kryptowerten den Ripple, abgekürzt XRP. Er hat mittlerweile in nur 24 Stunden 15 Prozent verloren und notiert nur noch bei 1,26,5656 Dollar.
Die Auslöser für den Sell-off
Die Auslöser für den seit Tagen anhaltenden Kurssturz sind vielfältig. Generell verfolgen Anleger derzeit weltweit eine „Risk-off“-Strategie: Sie trennen sich von hochbewerteten Titeln, bevorzugt aus dem Technologiebereich, und schichten um in solidere Werte mit niedrigeren KGVs. Da die Kurse der Kryptowerte eine relativ enge Korrelation zu den Technolgiebörsen aufweisen, trifft sie das mit als erste.
Hinzu kommt, dass die Kursstürze teilweise Margin Calls ausgelöst haben: Anleger, die gehebelt auf steigende Kurse gesetzt hatten – nicht nur bei Aktien, auch bei Silber – müssen jetzt Sicherheiten nachschießen und verkaufen dafür ihre liquidesten Assets zuerst. Dazu gehören Gold, Silber und Kryptowährungen wie der Bitcoin.
Auch die Nominierung von Kevon Warsh zum nächsten Chef der US-Notenbank Fed drückt weiter auf die Stimmung. Denn Warsh wird die Zinsen wohl nicht so stark senken wie erhofft. Außerdem drängt er schon lange auf eine Reduzierung der Bilanzsumme der Fed. Setzt er das um, würde überschüssiges Geld aus dem Markt abgesaugt – von dem die Kryptowährungen lange profitierten.
Der "Big Short"-Investor Michael Burry hat in dieser Woche sogar davor gewarnt, dass ein weiterer Absturz beim Bitcoin um zehn Prozent eine Todes-Spirale für die Kryptowährung auslösen könnte.
Versuch einer Chartanalyse
Verlässliche Chartmarken gibt es wenige: Auf dem aktuellen Niveau lässt sich eine Unterstützung im Bereich von 67.000 Dollar ausmachen, die aus dem Frühsommer 2024 stammt und Ende 2021 schon einmal ein Widerstand war. Das Problem: Der Korridor, in dem der Kurs im Sommer 2024 schwankte, geht bis runter auf grob gesagt 54.000 Dollar.
Das wären noch einmal 20 Prozent Minus. Nicht, was Kryptofans dieser Tage gerne hören möchten.
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Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Bitcoin.
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Der Autor hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Bitcoin.