FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Für die Aktionäre von Suss Microtec
Der Halbleiterausrüster erwartet für das Geschäftsjahr 2026 eine rückläufige operative Marge (Ebit) auf 8 bis 10 Prozent, während der Schnitt der Analystenerwartungen bisher bei 11,6 Prozent lag. Wie Janardan Menon von Jefferies in einem ersten Kommentar schrieb, überschattet dies die Auftrags- und Umsatztrends des Unternehmens. Die Jahreszahlen für 2025 seien eigentlich besser ausgefallen als erwartet, ergänzte ein Händler.
Suss sprach in seiner Mitteilung von einem strategisch wichtigen "Übergangsjahr" im Hinblick auf die Einführung neuer Lösungen und dies griffen auch Experten in ihren Kommentaren auf. Armin Kremser von der DZ Bank verwies auf den Effekt steigender Entwicklungsbudgets. Sein Jefferies-Kollege Menon geht davon aus, dass das Jahr 2026 von sinkenden Einnahmen und höheren Kosten geprägt sein wird.
Für Kremser ist aber seit längerem klar, dass 2026 für Suss ein Übergangsjahr wird. "Der KI-getriebene Investitionsboom der vergangenen drei Jahre befindet sich noch in der Verdauungsphase", kommentierte der Experte am Morgen. Seiner Einschätzung nach wird im laufenden Jahr viel vom Auftragseingang im ersten Halbjahr abhängen. Er bestätigte sein Urteil mit "Verkaufen".
Andere Experten gehen von einem vorübergehenden Effekt aus. Menon rechnet für 2027 und darüber hinaus wieder mit einer Verbesserung. Ähnlich sieht es Veysel Taze von der Privatbank Metzler, für den eine längerfristige Margenerholung hin zu den mittelfristigen Zielen von Suss entscheidend für die Anlagethese sei. Er geht davon aus, dass neue Produkte und die Produktion in Asien die Margenerholung perspektivisch wieder stützen werden./tih/edh/nas
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Quelle: dpa-Afx