SEOUL/TOKIO/HONGKONG/SHANGHAI (dpa-AFX) - Die wichtigsten asiatischen Börsen haben am Montag wie schon vor dem Wochenende keine gemeinsame Richtung gefunden. Deutlichen Gewinnen in Südkorea und Japan stand eine verhaltene Entwicklung an Chinas Handelsplätzen sowie in Australien gegenüber.

Dass der Iran den Vereinigten Staaten laut der US-amerikanischen Nachrichten-Website Axios ein neues Angebot für die Öffnung der für den globalen Öltransport wichtigen Meeresstraße von Hormus vorgeschlagen hat, gab den Kursen nur teilweise Halt. Die Ölpreise liegen derweil weiter auf einem hohen Niveau.

Wann immer sich eine Einigung im Iran-Krieg abzeichne, werde der Markt davon beflügelt, doch die positiven Reaktionen auf neue Ankündigungen ließen nach, kommentierte Sean Keane, Chefstratege für den asiatisch-pazifischen Raum bei JB Drax Honore. Am Wochenende waren die Gespräche ins Stocken geraten, nachdem US-Präsident Donald Trump eine Reise seiner Gesandten abgesagt und Teheran erklärt hatte, man werde nicht unter Drohungen verhandeln.

In dieser Woche steht die weltweite Erholungsrally der Börsen vor einer Bewährungsprobe, da geldpolitische Entscheidungen unter anderem der japanischen Notenbank, der US-Notenbank Fed und der Europäischen Zentralbank sowie Geschäftszahlen von US-Technologieriesen auf der Agenda stehen.

Zum Wochenauftakt waren vielfach Technologietitel gefragt. In Seoul ging es für den Kospi um gut 2 Prozent bergauf, und der Nikkei 225 in Tokio schloss 1,4 Prozent fester mit 60.537 Punkten. Damit markierte er erneut einen Rekord.

Der CSI-300-Index mit den wichtigsten Werten der chinesischen Festlandsbörsen notierte 0,1 Prozent im Plus bei 4,774 Punkten. Für den Hang-Seng-Index der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong ging es indes um 0,3 Prozent auf 25.904 Punkte nach unten.

In Sydney verabschiedete sich der australische S&P ASX 200 0,2 Prozent tiefer mit 8.766 Punkten aus dem Handel./gl/stk

Quelle: dpa-Afx