TOKIO/SHANGHAI/HONGKONG/SYDNEY (dpa-AFX) - Nach den starken Schwankungen wegen des Iran-Krieges in dieser Woche ist an den asiatischen Märkten am Freitag ein Stück weit Ruhe eingekehrt. Bei überschaubaren Kursausschlägen tendierten die Börsen uneinheitlich, nachdem sie sich von anfänglichen Abgaben erholt hatten.
Nach den Gewinnen am Vortag blieben größere Anschlusskäufe allerdings überwiegend aus. Damit dominierte an den Märkten Vorsicht. "Zwar deutet vieles darauf hin, dass sich der Krieg im Iran in eine für die USA positive Richtung entwickeln könnte, doch Gewissheit gibt es nicht", so Stephen Auth, CIO für Aktien beim Vermögensverwalter Federated Herme. "Ebenso wenig lässt sich ausschließen, dass es zu erheblichen Störungen der globalen Energieversorgung kommt."
Zudem steht am Nachmittag der US-Arbeitsmarktbericht für Februar an, was die Zurückhaltung der Marktteilnehmer verstärkte. "In Kombination mit der geopolitischen Lage könnten diese Zahlen über den Wochenausklang entscheiden", merkte Analyst Frank Sohlleder vom Broker Activ Trades an. "Ein schwächelnder Arbeitsmarkt könnte die Sorgen vor einer Rezession befeuern, während ein zu starker Markt den Inflationsdruck durch Lohnsteigerungen erhöhen würde - ein klassisches Dilemma für die Anleger."
Japanische Aktien legten moderat zu. Der Leitindex Nikkei 225
Der südkoreansiche Kospi tendierte unterdessen kaum verändert. Die Aussichten nach der Korrektur der vergangenen Tage sind unterdessen gut. "Der Markt zählt weltweit zu den günstigsten Aktienmärkten", stellte Anlagestratege Ulrich Stephan von der Deutschen Bank fest. "Stabile Gewinnrevisionen und starke Exporte machen das aktuelle Kursniveau interessant." Im Vergleich zur Vorwoche hat der Kospi rund zehn Prozent verloren.
In China ging es aufwärts. Der Hang Seng
Etwas nach unten bewegten sich dagegen die Aktien in Australien. Der ASX
Quelle: dpa-Afx