SEOUL/HONGKONG/TOKIO (dpa-AFX) - Die asiatischen Aktienmärkte haben am Donnerstag deutlich nachgegeben und damit ihr Auf und Ab fortgesetzt. Einmal mehr gaben Äußerungen von US-Präsident Donald Trump die Richtung vor. Nachdem Aussagen von ihm die Kurse am Vortag noch gestützt hatten, belasteten sie nun.
Trump stellte in seiner Rede an die Nation zwar erneut ein Ende des Krieges im Iran in Aussicht. Er bekräfigte aber frühere Drohungen. "Trumps Rede klingt eher danach, als würde es jetzt erst richtig losgehen", erklärte Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank. "An der für die Märkte so belastenden Lage ändert Trumps Auftritt nichts: Die Straße von Hormus bleibt geschlossen, die Ölpreise bleiben hoch, gegenseitige Angriffe gehen unvermindert weiter." Als Folge davon zogen die Ölpreise an.
Die stärksten Verluste gab es an der südkoreanischen Börse, die nach dem Kurssprung am Vortag um über fünf Prozent fiel. Die Marktstrategen der Deutschen Bank verwiesen auf den Anstieg der Verbraucherpreise. Nach Ansicht der Volkswirte der ING dürfte die Notenbank des Landes bei ihrer anstehenden Sitzung zwar die Zinsen unverändert lassen. In den kommenden Monaten könnte der Inflationsdruck wegen der hohen Energiepreise aber zunehmen und die Währungshüter im dritten Quartal zu Zinserhöhungen veranlassen.
Auch japanische Aktien schwächelten merklich. Der Nikkei 225
Moderater waren die Bewegungen an den übrigen Finanzplätzen. Der Hang Seng
An der australischen Börse hielten sich die Abgaben ebenfalls in Grenzen. Der S&P ASX 200
Quelle: dpa-Afx