PARIS/LONDON/ZÜRICH (dpa-AFX) - Der Iran-Konflikt hat die europäischen Börsen am Dienstag weiter nach unten gezogen. "Der Fokus der Kapitalmärkte liegt aktuell auf dem Risiko einer Eskalation sowie der sicheren Versorgung mit Energie, insbesondere durch die Straße von Hormus", fasste Ann-Katrin Petersen, Leiterin Kapitalmarktstrategie beim Vermögensverwalter BlackRock, die Sorgen der Marktteilnehmer zusammen.
Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50
Damit dominiert Unsicherheit an den Börsen. "Diejenigen Anleger, die auf kurze Beine geopolitischer Börsen gesetzt haben, werden derzeit eines Besseren belehrt", schrieb Marktanalyst Timo Emden von Emden Research. Investoren sorgten sich wegen Lieferunterbrechungen und einer möglichen Ausweitung des Konflikts.
Die Entwicklung der einzelnen Sektoren spiegelte diese Bedenken wider. Von intakten Lieferketten abhängige Brachen wie Einzelhandel und Industriegüter standen unter Druck, während sich die defensiven Nahrungs- und Pharmatitel besser hielten. Allerdings kam es selbst hier zu merklichen Verlusten, ebenso bei Ölwerten, die trotz der weiter gestiegenen Ölpreise schwächelten.
Zu den schwächsten Sektoren zählten die Versicherer. Hier belasteten neben der Gesamtmarktlage die Kursverluste von Zurich
Mit Kühne+Nagel
Quelle: dpa-Afx