FRANKFURT (dpa-AFX) - Die anhaltende Unsicherheit rund um den Iran-Krieg lässt die Anleger nicht los. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob die massive Zwischenerholung vom Montagmittag zunächst nur ein Strohfeuer war. Eine Stunde vor dem Auftakt fällt das Minus jedoch viel geringer aus als zwischenzeitlich erwartet: Der X-Dax
Am Montag war der Dax mit 21.863 Punkten zunächst auf einen Tiefpunkt seit April 2025 abgesackt, bevor eine Kurznachricht von US-Präsident Donald Trump auf seiner Plattform Truth Social für einen Hoffnungsschimmer sorgte. Bei anschließend widersprüchlicher Nachrichtenlage war die Euphorie aber schon am Vortag schnell wieder abgeebbt. Der Preis für ein Barrel der Ölsorte Brent, der zeitweise unter 100 Dollar stand, kostete zuletzt wieder bis zu 104 Dollar. Die davon ausgehenden Inflations- und Konjunktursorgen halten damit an.
Trump hatte am Vortag erklärt, man befinde sich in Gesprächen mit dem Iran, und verlängerte das Ultimatum für Angriffe auf iranische Energieanlagen bis kommenden Freitag. Der Iran hat die Gespräche allerdings dementiert. "Der Konflikt ist damit jedoch nicht beendet, und die wirtschaftlichen Folgen der faktischen Blockade der Straße von Hormus bleiben schwer abschätzbar", schrieb am Morgen der Anlagestratege Ulrich Stephan von der Deutschen Bank. Die Märkte preisten weiterhin eine höhere Inflation, aber keine Rezession, ein. Die Gefahr einer solchen bleibe aber präsent, sollte die Situation weiter eskalieren.
Aus dem Dax werden die SAP
Auch die Bayer
Vor dem Hintergrund der Unsicherheit im Zuge des Nahost-Konflikts sorgte die Deutsche Bank im Chemiesektor für Gesprächsstoff mit einer Reihe an Umstufungen. Dazu zählt, dass Analystin Virginie Boucher-Ferte in BASF
Auf Seiten der Einzelwerte gab es am Dienstag im Nebenwertebereich Zahlen von Nagarro
Klare Kursgewinne bahnen sich beim Prothesenhersteller Ottobock
Quelle: dpa-Afx