FRANKFURT (dpa-AFX) - Am Ende einer sehr schwachen Woche hat sich der Dax
Der Iran-Krieg bleibt das beherrschende Thema an den Börsen, und die Anleger reagieren im Takt der Nachrichten sehr nervös. Irans Kampfkraft ist zwar nach US-Einschätzung erheblich geschwächt - dennoch weitet Teheran den Krieg im gesamten Nahen Osten weiter aus. Zuletzt sorgte der wieder deutliche Anstieg des Ölpreises für Verunsicherung, nachdem der Golfstaat Katar vor schwerwiegenden Folgen des Kriegs im Nahen Osten für Lieferungen von Energierohstoffen aus der Region gewarnt hatte.
Die aktuelle Wochenbilanz des Dax ist mit einem Minus von gut sechs Prozent tiefrot. Für einen höheren Verlust muss man zurückschauen bis Anfang April, als US-Präsident Donald Trump die Finanzmärkte mit seinen Zollankündigungen in Aufruhr versetzt hatte.
"Der Angriff auf den Iran ist angesichts der Dimension des Militäreinsatzes und der generell fragilen Lage im Nahen Osten mit Risiken verbunden. Aus ökonomischer Sicht lauten diese Risiken, dass die Ölförderanlagen in der Region durch den Iran systematisch zerstört werden und dass der Transportweg durch die Straße von Hormus absehbar für lange Zeit geschlossen bleibt", schrieb Ulrich Kater, Chefvolkswirt der Dekabank.
Beide Risiken haben sich dem Experten zufolge in den ersten Tagen seit den ersten Luftangriffen nicht materialisiert. Wenn die Deutung richtig sei, dass der Iran und seine Helfer in der Region zu einer umfassenden Aktion nicht in der Lage sind, dann blieben die Auswirkungen auf die Rohstoffmärkte und die Finanzmärkte weiter relativ moderat.
Der MDax
In dem aktuellen Umfeld erholten sich Aktien aus dem Rüstungssektor von ihrer jüngsten Talfahrt. Die Aussicht auf noch lange andauernde geopolitische Konflikte nährt nun doch wieder das Interesse der Anleger an Werten wie Rheinmetall
Unter den weiteren Einzeltiteln sorgen unter anderem Analystenkommentare für Bewegung. So sackten die Aktien von Infineon
Die Papiere von DHL
Als klares Schlusslicht im MDax brachen die Anteilsscheine von Lanxess
--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---
Quelle: dpa-Afx