FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Anleger an den Börsen weltweit fassen in der dritten Woche des Iran-Kriegs neuen Mut. Auch der deutsche Leitindex Dax
Zum einen wachse weltweit der politische Druck auf US-Präsident Donald Trump, die Straße von Hormus wieder passierbar zu machen. Zum anderen verlagerten Saudi-Arabien und der Irak ihre Exporte und nutzten Pipelines, um Öl zu sicheren Häfen zu bringen. So hat etwa der Irak ein Pipeline-Abkommen zum Ölexport über die Türkei geschlossen. Das alles sei "eine große Sache für den Ölmarkt". Auch wenn dadurch laut Stanzl nicht die gesamte Ölproduktion dieser Länder exportiert werden kann, "verliert die iranische Blockade der Meerenge von Hormus dadurch ein Stück weit an Bedeutung".
Der Leitindex Dax legte zur Mittagszeit um 0,8 Prozent auf 23.920 Punkte zu und hat es damit wieder über die exponentielle 200-Tage-Linie geschafft. Diese gleitende Durchschnittslinie ist charttechnisch gesehen ein wichtiger Gradmesser für den längerfristigen Trend.
Der MDax
Am Abend wird obendrein auch die US-Notenbank Fed in den Blick rücken. Die Leitzinsentscheidung in den USA steht auf dem Programm. Im stark verunsicherten Umfeld wird die Fed zwar kaum die Leitzinsen verändern, doch marktbewegend könnten ihre Aussagen sein.
Zuletzt waren grundsätzliche Zinssenkungshoffnungen am Markt ausgepreist worden. Zudem waren angesichts des befürchteten Inflationsanstiegs, der durch den hohen Ölpreis zu erwarten ist, sogar erste Unsicherheiten über mögliche Zinsanhebungen aufgekommen. Daher sind nach den Worten der Helaba-Experten die Prognosen zu Wachstum und Inflation wesentlich.
Unternehmensseitig liegt das Hauptaugenmerk erneut auf Aktien aus der zweiten und dritten Reihe. Im MDax erholte sich die Aumovio-Aktie
Für TAG Immobilien
Im SDax
Ansonsten bewegten vor allem Umstufungen spürbar. So hob die US-Bank Morgan Stanley Heidelberg Materials
--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---
Quelle: dpa-Afx