FRANKFURT (dpa-AFX) - Die erneute Schließung der für den Öltransport wichtigen Straße von Hormus hat am Montag den deutschen Aktienmarkt belastet. Der Dax
Zudem hat die iranische Führung bislang noch keine Entscheidung über weitere Verhandlungen mit den USA getroffen, wie Außenamtssprecher Ismail Baghai sagte. Eine nächste Verhandlungsrunde sei aktuell nicht geplant. Die Ölpreise stiegen wieder deutlich, und die Anleger am Aktienmarkt meiden Risiken.
Für den deutschen Leitindex ging es am Nachmittag um 1,3 Prozent auf 24.375 Punkte abwärts. Damit hielt er sich dennoch weiter über der viel beachteten 200-Tage-Durchschnittslinie, die derzeit bei 24.113 Punkten verläuft. Diese gleitende Linie ist für charttechnisch interessierte Anleger ein wichtiger Indikator für den längerfristigen Trend. Der MDax
Zwar werde die erneute Schließung der Straße von Hormus als Teil von Machtdemonstrationen mit Blick auf weitere Verhandlungen gesehen, sodass Rückschläge einkalkuliert würden, hieß es am Markt. Die wiederholten Störungen auf einer der wichtigsten Energiehandelsrouten unterstreiche jedoch die fragile Lage und dämpfe Hoffnungen auf ein zeitnahes, tragfähiges Friedensabkommen, erklärte Marktexperte Timo Emden. Zudem weckt der neuerliche Ölpreisanstieg auch wieder Inflationssorgen, die an den Börsen mit steigenden Zinsen assoziiert werden.
Größte Verlierer waren wegen der Nahost-Krise wieder einmal Aktien der Reise- und Freizeitbranche, gefolgt von Papieren aus der Autobranche. Tui
Deutsche Autoaktien gaben angesichts des Ölpreisanstiegs allesamt nach, wobei die Anteilsscheine des Autobauers VW
Aktien aus der Energiebranche legten unterdessen europaweit wieder zu. Hierzulande gewannen RWE
SAP
Wacker Chemie
--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---
Quelle: dpa-Afx