FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat sich am Dienstag trotz leichter Verluste über der psychologisch wichtigen Marke von 24.000 Punkten gehalten. Die Anleger blieben insgesamt vorsichtig. So gibt es nach wie vor keine Fortschritte im Iran-Krieg, weshalb die Ölpreise weiter stiegen und so Konjunktur- und Inflationssorgen wecken. Zum anderen steht die Sitzung der US-Notenbank Fed kurz bevor. Der Fokus liegt dieses Mal vor allem auf dem anstehenden Wechsel an deren Spitze. Mit Blick auf die Zinsentscheidung am Mittwoch werden dagegen keine Änderungen erwartet.

Der deutsche Leitindex beendete den Handel mit minus 0,27 Prozent auf 24.018,26 Zähler. Der MDax verlor 1,00 Prozent auf 30.057,46 Punkte. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,41 Prozent auf 5.836,10 Punkte abwärts. Kaum verändert gingen der britische FTSE 100 und der schweizerische SMI aus dem Tag.

Zum europäischen Börsenschluss zeigte sich auch der Wall-Street-Index Dow Jones Industrial in den USA kaum verändert. Der technologielastige Nasdaq 100 büßte angesichts eines kritischen Berichts im "Wall Street Journal" über OpenAI knapp 1,5 Prozent ein.

"Am deutschen Aktienmarkt herrscht derzeit ein ausgeprägtes Patt zwischen Bullen und Bären. Die Marktteilnehmer wechseln sich fast im Stundentakt zwischen Kaufbereitschaft und Gewinnmitnahmen ab", resümierte Marktexperte Timo Emden das derzeitige Auf und Ab an der Börse. Auch geopolitisch bleibe die Lage angespannt und weitgehend festgefahren: "Der Iran-Konflikt wirkt zunehmend blockiert, ohne dass sich kurzfristig eine Deeskalation oder weitere Eskalationsstufe klar abzeichnet."/ck/he

Quelle: dpa-Afx