NEW YORK (dpa-AFX) - Anleger an den US-Börsen dürften angesichts der undurchsichtigen Lage im Iran-Krieg am Dienstag an der Seitenlinie bleiben. Die Ölpreise, die tags zuvor deutlich zurückgegangen waren, stiegen erneut. Gold setzte den zehnten Tag in Folge seinen Abwärtstrend fort.
Die Kämpfe in Nahost gehen weiter, und am Markt werden hinter die jüngsten Aussagen des US-Präsidenten wieder zunehmend Fragezeichen gesetzt. Donald Trump hatte am Vortag ein Ultimatum an den Iran verschoben und von "produktiven" Gesprächen mit dem Kriegsgegner gesprochen. Der Iran dagegen dementierte Verhandlungen zur Beendigung des Krieges.
Nach Erholungsgewinnen am Vortag taxierte der Broker IG den bekanntesten Wall-Street-Index Dow Jones Industrial
"Es ist unklar, wie weit die diplomatischen Kontakte der USA in die neuen Strukturen des iranischen Regimes reichen und ob überhaupt ernsthafte Gespräche stattfinden", kommentierte Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank die Lage. Er hält es obendrein für möglich, dass Saudi-Arabien ebenfalls zu einer aktiven Kriegspartei werden könnte, was eine weitere Eskalation bedeuten würde.
Wie Stanzl gibt es derzeit an den Börsen weltweit zahlreiche Marktbeobachter, Strategen, Analysten und Händler, die derzeit die Vielzahl möglicher Entwicklungen im Nahost-Konflikt vor Augen haben und sie abwägen. Eines befürchten allerdings so ziemlich alle: Sollte der Krieg länger dauern, dürfte dies einer wieder stärkeren Inflation Vorschub leisten und zu steigenden Zinsen führen.
Unter den Einzelwerten legte die Aktie der Jefferies Financial Group
Netgear
Um 1,8 Prozent ging es zudem für Ralph Lauren
Quelle: dpa-Afx